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vom 25.08.2016, aktuelle Version,

Nördliche Taurach

Nördliche Taurach

Der Johannesfall oberhalb der Gnadenalm

Der Johannesfall oberhalb der Gnadenalm

Daten
Lage Salzburg, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Enns Donau Schwarzes Meer
Ursprung Zusammenfluss Grünwald-Taurach und Hundsfeld-Taurach, bei Obertauern am Radstädter Tauernpass
47° 15′ 4″ N, 13° 32′ 44″ O
Mündung bei Radstadt
47° 23′ 7″ N, 13° 29′ 38″ O
Länge 20 km

Die Nördliche Taurach (auch Pongauer Taurach) ist ein rechter Nebenfluss der Enns. Sie ist einer der zwei Taurach genannten Flüsse, die beide in der Nähe des Radstädter Tauernpasses entspringen, aber in entgegengesetzte Richtungen entwässern. Die beiden Täler, die vom Tauernpass herunterziehen, werden ebenfalls beide Taurachtal genannt. Gemeinsam verbinden sie das Ennstal mit dem Murtal in Nord-Süd-Richtung.

Verlauf

Die Nördliche Taurach entspringt südlich unterhalb der Seekarspitze (2350 m) hauptsächlich aus zwei Bächen, der Grünwald-Taurach und der Hundsfeld-Taurach. Die Grünwald-Taurach kommt aus dem gerade unter der Seekarspitze gelegenen Krummschnabelsee, fließt in den größeren Grünwaldsee und dann zur Hundsfeld-Taurach. Diese Hundsfeld-Taurach entspringt teils aus Quellen, teils aus einem kleinen See im Seekar und fließt als ein schon ziemlich bedeutender Bach ins Hundsfeld. Die beiden Quellbäche vereinigen sich in der Nähe des Tauernfriedhofs in Obertauern.

Eine erste Steilstufe im Tal überwindet die Taurach mit dem Johannesfall, erreicht die Talverflachung der Gnadenalm, überwindet bei der Gnadenbrücke eine weitere Stufe mit dem Gnadenfall, ehe sie den sich nun weitenden Talboden bei Untertauern erreicht.

Der Unterlauf der Taurach hat weniger Zuflüsse als der Oberlauf. Knapp bevor die Taurach Radstadt erreicht, biegt sie im Ennstal scharf nach Osten und mündet erst nach einigen hundert Metern, die sie parallel zur Enns fließt, in spitzem Winkel in diese.[1]

Die nördliche Taurach ist mit einer Länge von etwa 20 km wesentlich kürzer als die südliche, hat aber den größeren Höhenunterschied von mehr als 900 m zu überwinden.

Einzelnachweise

  1. Prof. Dr. Josef Roman Lorenz: Vergleichende orographisch - hydrographische Untersuchung der Versumpfungen in den oberen Flussthälern der Salzach, der Enns und der Mur, oder im Pinzgau, Pongau und Lungau.
    Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Mathematisch-naturwissenschaftliche Classe . Sechsundzwanzigster Band. 1858 Online (Memento vom 20. Mai 2006 im Internet Archive)