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vom 11.04.2020, aktuelle Version,

Nikolaus von Nauen

Nikolaus von Nauen († Ende 1253 vermutlich Riga) war ein Prämonstratenser und vierter Bischof von Riga.

Leben

Er war vermutlich ein Sohn des Magdeburger Schultheißen Heinrich von Nauen. Um 1225 war er im Prämonstratensischen Stift "Unserer Lieben Frauen" in Magdeburg. Das Domkapitel von Riga, welches zum selben Orden gehörte, wählte ihn etwa 1229 zum Bischof. 1231 bestätigte Papst Gregor IX. die Wahl von Nikolaus, nachdem Albert Suerbeer ebenfalls die Bischofswürde beansprucht hatte.

Er erneuerte den Krieg gegen die Kuren und Semgaler und vergrößerte das Gebiet Rigas. Nach der Niederlage des Schwertbrüderordens in der Schlacht von Schaulen 1236 unterstützte er die Bittschrift zur Vereinigung mit dem Deutschen Orden. Mit dessen Hilfe festigte er seine Machtposition. 1248 taufte Nikolaus den litauischen Fürsten Tautwil von Polozk, welcher gegen seinen Oberherren Mindaugas rebellierte. 1251 wurde die Diözese Semgallen dem Erzbistum Riga angegliedert.

In der Herrschaftszeit des Nikolaus von Nauen kamen Dominikanische und Franziskanische Bettelmönche als Missionare nach Riga.

Nikolaus von Nauen starb 1253. Als Nachfolger war bereits 1245 Albert Suerbeer bestimmt worden.

Vorgänger Amt Nachfolger
Albrecht I. Bischof von Riga
1229–1253
Albrecht II.

Literatur

  • Chronica der Prouintz Lyfflandt (1578; 1584) = Henricus Lettus: Chronicon Livoniae. Livländische Chronik (lat./dt.). Bearb. v. Leonid Arbusow u. Albert Bauer. Hahn, Hannover 1955 (2. Aufl.), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1959 (Nachdr.).
  • Bernhart Jähnig: Nikolaus. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 269 (Digitalisat).