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vom 31.03.2016, aktuelle Version,

Olga Jäger

Olga Jäger (* 24. Juni 1880 in Linz; † 8. September 1965 in Pressbaum) war eine österreichische Malerin und Kunstsammlerin.

Leben und Wirken

Jäger besuchte den Aktkurs der Kunstschule Matthias May in Linz. Sie lebte und arbeitete in Linz. In der Zwischenkriegszeit gehörte sie der Künstlervereinigung MAERZ an.[1] Die Künstlerin und ihr Werk blieben unbekannt.[2]

1951 verlieh sie die Zeichnung Paar von Egon Schiele, die Zeichnung Zwei Liegende von Gustav Klimt, das Aquarell Junger Mann und das Ölgemälde Tote Stadt von Egon Schiele an die Neue Galerie Linz, heute Lentos Kunstmuseum Linz, wofür eine Übergabebestätigung von Walter Kasten existiert, die im Briefkopf die Neue Galerie und den Namen von Wolfgang Gurlitt enthält.[3]

Da die Bilder seit 1951 nicht mehr auffindbar sind, haben die Erben Anspruch auf Entschädigung angemeldet und gerichtlich durchgesetzt.[4] Olga Jäger hatte ihren gesamten Nachlass an ihren Neffen Kurt Jäger, den Vater von Alfred, Johannes und Klaus Jäger vermacht. Dessen Erbin war seine Ehefrau, die 2004 verstarb und ihren Nachlass an ihre eben genannten Söhne vermachte.[5]

Einige ihrer Werke wurden an die Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum übergeben.

Ausstellungen

  • 100 Jahre Maerz. Die Anfänge 1913 bis 1938. Nordico, Linz, 2013.

Einzelnachweise

  1. Olga Jäger (Jaeger), in: Presseunterlage 100 Jahre Maerz, Die Anfänge 1913 bis 1938. Linz, 2013. Auf der Website des Museums Nordico Linz, abgefragt am 2. Dezember 2015.
  2. Andreas Hutter: Wer war Olga Jäger. In: Neues Volksblatt vom 2. Februar 2012.
  3. Stadt Linz muss in Gemälde-Affäre 8,24 Mio. Euro zahlen. in: Salzburger Nachrichten vom 15. Oktober 2015, abgefragt am 2. Dezember 2015.
  4. Verschwundene Werke: Erben wollen 7 Mio. Euro. ORF Oberösterreich vom 27. Juni 2014, abgefragt am 2. Dezember 2015.
  5. Verschwundene Bilder: Der Kunstraub geht in die nächste Runde. In: Oberösterreichische Nachrichten vom 24. März 2012, abgefragt am 2. Dezember 2015.