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vom 22.11.2016, aktuelle Version,

Othmar Hageneder

Othmar Hageneder (* 25. Juli 1927 in Linz) ist ein österreichischer Historiker.

Othmar Hageneder studierte von 1946 bis 1952 Geschichte und Geographie an der Universität Wien. 1951 promovierte er. 1953 bis 1976 war er Beamter am Oberösterreichischen Landesarchiv in Linz. 1968 erfolgte seine Habilitation an der Universität Wien. 1976 wurde er als ordentlicher Universitätsprofessor für Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften an die Universität Innsbruck berufen. Von 1980 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1995 lehrte Hageneder als Professor für Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Wien. 1981 wurde er Korrespondierendes Mitglied der Monumenta Germaniae Historica und 1984 Korrespondierendes und 1992 Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Papstdiplomatik, Sacerdotium und Regnum vom 11. bis 13. Jahrhundert, die Entstehung der Landesherrschaft, der Einfluss des kanonischen Rechts auf die spätmittelalterliche Urkunde und die weltliche Herrschaftstechnik.

Schriften

  • Die geistliche Gerichtsbarkeit in Ober- und Niederösterreich. Von den Anfängen bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts. Graz 1967.
  • Der Häresiebegriff bei den Juristen des 12. und 13. Jahrhunderts. In: Willem Lourdaux, Daniel Verhelst (Hrsg.): The Concept of heresy in the Middle Ages. Löwen 1976, S. 42–103 (grundlegende Studie zum kirchenrechtlichen Verständnis von Glaubensirrtum und Papsttum seit dem Mittelalter).