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vom 24.03.2020, aktuelle Version,

Ottenthal

Ottenthal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Ottenthal
Ottenthal (Österreich)
Ottenthal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 15,4 km²
Koordinaten: 48° 46′ N, 16° 35′ O
Höhe: 240 m ü. A.
Einwohner: 541 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 2163
Vorwahl: 02554
Gemeindekennziffer: 3 16 58
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ottenthal 194
2163 Ottenthal
Website: www.ottenthal.gv.at/
Politik
Bürgermeister: Erwin Cermak (ÖVP)
Gemeinderat: (2020)
(15 Mitglieder)
13
2
13  2 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Ottenthal im Bezirk Mistelbach
AltlichtenwarthAsparn an der ZayaBernhardsthalBockfließDrasenhofenFalkensteinFallbachGaubitschGaweinstalGnadendorfGroßengersdorfGroßebersdorfGroßharrasGroßkrutHausbrunnHerrnbaumgartenHochleithenKreuttalKreuzstettenLaa an der ThayaLadendorfMistelbachNeudorf im WeinviertelNiederleisOttenthalPillichsdorfPoysdorfRabensburgSchrattenbergStaatzStronsdorfUlrichskirchen-SchleinbachUnterstinkenbrunnWildendürnbachWilfersdorf (Niederösterreich)Wolkersdorf im WeinviertelNiederösterreich Lage der Gemeinde Ottenthal im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Ottenthal ist eine Gemeinde mit 541 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geografie

Ottenthal liegt am nördlichen Rand des Weinviertels in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 15,4 Quadratkilometer, etwa 5 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Guttenbrunn (123)
  • Ottenthal (418)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Guttenbrunn und Ottenthal.

Nachbargemeinden

Im Norden grenzt Ottenthal an die Gemeinde (?) in Tschechien. Österreichische Nachbargemeinden sind (von Osten im Uhrzeigersinn) Drasenhofen, Falkenstein, Neudorf im Weinviertel und Wildendürnbach.

Geschichte

In der Endphase des Zweiten Weltkriegs kam es in Ottenthal zwar zu keinen nennenswerten Kampfhandlungen, jedoch zu Übergriffen auf die Zivilbevölkerung durch Soldaten der Roten Armee. Am 22. April 1945 marschierten die Russen nach einem Brandbombenbeschuss in der Nacht zuvor, bei dem zwei Wohngebäude abbrannten und fünf Zivilisten getötet wurden, in den Ort ein. Nachdem sich die Soldaten einquartiert hatten, wurden mehrere Ortsbewohner, die ihre Töchter vor Vergewaltigungen schützen wollten, ermordet. Der Ort blieb bis Ende Mai 1945 von der Roten Armee besetzt, danach litt die Bevölkerung durch Raubzüge tschechischer Partisanen.[2]

Wappen

Blasonierung: „In Grün zwischen vier, zwei zu zwei versetzt gestellte, weiße Blüten mit vier schräggestellten Blütenblättern und goldenem Butzen eine gestürzte, eingeschweifte weiß-gesäumte rote Spitze, darin ein gestürztes goldenes Schwert.“ Die Fahnenfarben sind rot, golden und grün, belegt mit dem Ortswappen.

Das goldene Schwert und die rote Spitze symbolisieren Schwert und Mantel des Hl. Martin, Schutzpatron der Ortskirche, die Blüten die des wildwachsenden Tátorján-Meerkohls.

Das Wappen wurde aufgrund eines Gemeindebeschlusses vom 13. Juni 2008 mit Wappenvorschlag an die niederösterreichische Landesregierung am 28. Juni 2009 offiziell vergeben und durch Landeshauptmann Erwin Pröll feierlich an Bürgermeister Albert Graf überreicht.

Einwohnerentwicklung

Seit dem Höchststand der Bevölkerungszahl am Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Gemeinde mehr als die Hälte der Einwohner verloren. Auch in den letzten Jahrzehnten waren sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz negativ.[3]

Politik

BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister
  • bis 2010 Albert Graf (ÖVP)
  • bis 2010 Erwin Cermak (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Ottenthal
Ortskapelle Guttenbrunn
Kellergasse Pottenhofener Straße
Naturschutzgebiet Zeiserlberg
  • Katholische Pfarrkirche Ottenthal hl. Martin
  • Katholische Ortskapelle Guttenbrunn hl. Franziskus
  • Naturschutzgebiet Zeiserlberg: Westlich des Ortes liegt das österreichweit einzige Vorkommen des Tátorján-Meerkohls befindet. Die Art ist ein Relikt der letzten Eiszeit und ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in den weiten Steppen nördlich des Schwarzen Meeres. Der nächste Fundort befindet sich in Südmähren.

Wirtschaft

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 15, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 67. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 264. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44 %.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
  • Paul Christian Jezek (* 1963), Buchautor (Der Fall Libro, Unternehmerhandbuch), Gründungsmitglied des WirtschaftsBlattes (1995) und Chefredakteur des Unternehmer
  • Wilhelm „Duke“ Jezek (1941–2009), vielseitiger Autor, Maler und Musiker, 1977 Co-Betreuer des österreichischen Schülerligameisters SHS Laa/Thaya, Lehrer für Englisch, Musik, Bildnerische Erziehung u. a.
  • Jennifer Kresitschnig, geborene Martha Jezek (* 1976), Buchautorin (Unklar, Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Drachen. Lilly und Nikolas in Kärnten, Anne von Rien. Das große Turnier, Das Knuffale)
Commons: Ottenthal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Ottenthal, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 18. November 2019.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Ottenthal. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 24. März 2020.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Ottenthal. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 24. März 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Ottenthal. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 24. März 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Ottenthal. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 24. März 2020.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Ottenthal. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 24. März 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Ottenthal. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 24. März 2020.