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vom 24.12.2016, aktuelle Version,

Otto-Bauer-Plakette

Die Otto-Bauer-Plakette für Verdienste im Kampf gegen Rechtsradikalismus und Faschismus ist eine österreichische Auszeichnung und wurde 1969 vom Bund sozialistischer Freiheitskämpfer gestiftet. Otto Bauer war ein führender Theoretiker des Austromarxismus hat zeitlebens gegen autoritäre, diktatorische und faschistische Tendenzen in der Politik gekämpft. Im Februar 1934 scheiterte er gemeinsam mit seinen Genossen im Kampf gegen den Austrofaschismus und musste ins Ausland flüchten. Im Exil baute er dann mit anderen die Auslandsvertretung der österreichischen Sozialisten auf. Am 5. Juli 1938 erlag Otto Bauer in Paris einem Herzinfarkt.

Die Otto-Bauer-Plakette ist Mitgliedern der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) vorbehalten. Sie wurde und wird vorrangig an Widerstandskämpfer, Überlebende des Holocaust und Zeitzeugen verliehen, aber auch an später Geborene, die sich Verdienste im Kampf gegen Rechtsradikalismus und Faschismus erworben haben. Seit 2001 werden auch Nicht-Österreicher ausgezeichnet. Die feierliche Überreichung erfolgt fallweise im KZ Mauthausen.

2014 wurde die Schaffung einer Rosa-Jochmann-Plakette beschlossen. „Sie soll verdienten AntifaschistInnen innerhalb und außerhalb der Sozialdemokratie verliehen werden.“[1]

Träger der Auszeichnung

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. An der Vervollständigung dieser Liste wird gearbeitet.

2010

 

2011

 
  • Theo Maier
  • Hermine Moser, Hietzinger Bezirkspolitikerin

2012

 

2013

  • Sigrid Marinell, Tiroler Politikerin

2014

  • Albin Slabina

2015

Träger der Auszeichnung, deren Ehrung bislang noch nicht datiert werden konnte:

Nachweise

  1. Der sozialdemokratische Kämpfer, N. 4-5-6, 2014, Seite 2
  2. Freiheitskämpferkonferenz, APA, 27. November 2010
  3. Salzburger Nachrichten: Marko Feingold erhält Otto-Bauer-Plakette. Artikel vom 13. Mai 2015, abgerufen am 13. November 2015.