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vom 14.02.2019, aktuelle Version,

Paul Julius

Nachruf

Paul Julius (* 14. Oktober 1862 in Liesing (Wien); † 9. Januar 1931 in Heidelberg) war ein österreichischer Chemiker.

Julius war der Sohn des Chemikers Hermann Julius und studierte Chemie an der Technischen Hochschule Wien, wo er sich schon mit Synthese von Farbstoffen befasste, und in Basel, wo er 1886 bei Rudolf Nietzki promoviert wurde mit einer Dissertation über Farbstoffe. Danach war er in der Redaktion der Zeitschrift Die Chemische Industrie in Berlin. 1888 ging er in das Hauptlabor der BASF, wo er Abteilungsleiter und Direktor des Hauptlabors wurde. Ab 1906 hatte er Prokura und 1915 wurde er Mitglied des Vorstands. 1926 ging er in Pension.

Er begründete die Chemie der organischen Azopigmente, mit dem von ihm synthetisierten Litholrot R (1899) als erstem Vertreter. Er synthetisierte als erster I-Säure (manchmal nach ihm auch J-Säure genannt) und stellte daraus eine Reihe Azofarbstoffe zur Baumwollfärbung her.

Weite Verbreitung fanden seine Tabellen synthetischer Farbstoffe mit Gustav Schultz.

Er war Ehrendoktor an den Technischen Hochschulen in Wien und Karlsruhe. Er war auch Numismatiker.

Schriften

  • Die künstlichen organischen Farbstoffe, 1887
  • mit Gustav Schultz: Tabellarische Übersicht der im Handel befindlichen künstlichen organischen Farbstoffe. Berlin 1888, 3. Auflage, Berlin 1897 (Archive)
    • englische Ausgabe: Arthur G. Green: A systematic survey of the organic colouring matters. Macmillan, 2. Auflage, London 1908 Archive

Literatur