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vom 29.05.2017, aktuelle Version,

Paul Pachner

Paul Pachner

Paul Pachner (* 1871 in Marburg an der Drau; † 13. Oktober 1937 in Graz) war ein österreichischer Marineoffizier und Kapitän der SMS Zenta.

Schlacht vor Castellastua

Am 13. August 1914 übernahm Paul Pachner im Rang eines Fregattenkapitäns das Kommando über den kleinen Kreuzer SMS Zenta. Bereits am 16. August waren Zenta und der Zerstörer SMS Ulan zur Blockade vor Antivari an der Küste Montenegros eingesetzt. Dort wurden sie von einem französisch-britischen Flottenverband angegriffen, der aus mindestens 14 Schiffen bestand. Die schnellere SMS Ulan konnte zurück nach Cattaro flüchten, doch die SMS Zenta ging im Kampf unter. Die laut Bericht des Fregattenkapitäns Paul Pachner vor dem Verlassen des Schiffes anbefohlene Abfeuerung des Torpedos konnte anscheinend nicht mehr durchgeführt werden. Fregattenkapitän Paul Pachner verließ, wie er meinte, das sinkende Schiff als Letzter. Er war bereits im Wasser, als er merkte, dass sich noch einige von der Mannschaft auf dem Achterdeck befanden. Er schwamm zurück und verließ das Schiff ein zweites Mal, nachdem alle anderen bereits von Bord gesprungen waren. Pachner und die Überlebenden gerieten in montenegrinische Gefangenschaft, bis sie 1916 von österreichisch-ungarischen Truppen befreit wurden.

Pachner wurde für die Führung des Schiffes Zenta mit dem Orden der Eisernen Krone II. Klasse ausgezeichnet.[1]

Einzelnachweise

  1. Laibacher Zeitung Nr. 73 vom 1. April 1915