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vom 19.05.2018, aktuelle Version,

Paul von Goldberger

Paul von Goldberger
Personalia
Geburtstag 14. Jänner 1881
Geburtsort Wien, Österreich
Position Tor
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
First Vienna FC
0000–1905 BTuFC Britannia 1892
1905–1907 Freiburger FC
33. Bezirk Budapest
1911–1912 Frankfurter FV
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Paul „Gilly“ von Goldberger, ungarisch Goldberger-Budai, auch „de Buda“[1] (* 14. Jänner 1881 in Wien; † unbekannt) war ein österreichisch-ungarischer Fußballspieler. Als Torwart des Freiburger FC wurde er 1907 Deutscher Fußballmeister. Im folgenden Jahr bestritt er ein Länderspiel im Tor Ungarns.

Leben

Goldberger (3.  v.  r.) in der Meistermannschaft des FFC

Goldberger begann Ende der 1890er Jahre beim First Vienna FC mit Fußball[2] und spielte während seines Studiums in Berlin, nunmehr als Torwart, bei Britannia 92, mit der er 1904 das Finale der Deutschen Meisterschaftsendrunde erreichte, das jedoch am Tag der Austragung annulliert wurde. Später wechselte er nach Freiburg und spielte dort als Tormann beim Freiburger FC, der kurzzeitig mehrere Studenten und Akademiker in einer kurzlebigen erfolgreichen Mannschaft vereinte. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1907 zog Goldberger nach Budapest und einige Jahre später nach Frankfurt am Main, wo er bis 1912 beim dortigen Frankfurter FV spielte. Anschließend arbeitete er unter anderem als Sportjournalist. In den 1920er Jahren zog Paul von Goldberger wieder nach Wien. Am 21. April 1941 wurde Goldberger von den Nationalsozialisten in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Weitere Lebenszeichen existierten nicht mehr.

Erfolge

Literatur

  • Matthias Hörstmann (Hrsg.): Verlorene Helden. Von Gottfried Fuchs bis Walther Bensemann - Die Vertreibung der Juden aus dem deutschen Fußball nach 1933. (= 11 Freunde, Sonderheft #148/1, 2014), 11 Freunde Verlag, Berlin 2014.

Verweise

  1. Genaueres zu den Namensvarianten auf Porträt im Eintracht-Frankfurt-Museum („Ein Meister der feinen Technik“, Autor: Ulrich Matheja)
  2. vgl. Leo Schidrowitz, Geschichte des Fußballsports in Österreich, Wien 1951, Seite 38