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vom 22.05.2016, aktuelle Version,

Peter Andres (Lichtdesigner)

Peter Andres (* 20. Oktober 1956) ist ein österreichischer Ingenieur, Lichtdesigner und Professor für Lichtplanung.[1]

Peter Andres

Leben

Peter Andres besuchte die HTL Anichstraße Fachrichtung Elektrotechnik in Innsbruck. Im Unterricht von Hugo Watzlawek wurde bei Andres die Leidenschaft für Lichtplanung entfacht. Watzlawek machte ihn mit dem Lichtplaner Christian Bartenbach bekannt, in dessen Ingenieurbüro Andres ab 1977 arbeitete. 1979 erfolgte die Verleihung der österreichischen Standesbezeichnung „Ingenieur“. 1983 wechselte er zur Interferenz GmbH, einem Entwickler und Hersteller von Tages- und Kunstlichtsystemen.

1986 gründete Peter Andres sein eigenes Büro für Lichtplanung in Hamburg, seit 2001 gibt es ein zusätzliches Zweigbüro in Tirol.[2] Seit 2014 betreibt Peter Andres das Büro zusammen mit sechs weiteren Gesellschaftern als GbR.

Dort werden öffentliche und private Projekte in den Bereichen Kultur, Verwaltung, Industrie, Einzelhandel, Außenanlagen, etc. geplant. Eine Besonderheit bei der Planung bildet die modellgestützte Arbeitsweise im sog. „künstlichen Himmel“ - eine mit über 1000 Leuchtstofflampen hinterleuchteten transluzenten Kuppel für die Simulation von verschiedenen Himmelszuständen, sowie mit einer integrierten Drehbühne und einer künstlichen Sonne, die den Sonnenlauf jedes beliebigen Ortes der Erde zu jeder beliebigen Zeit simulieren kann – in dessen Ablauf man in einem maßstabsgerechten Modell die geplante Lichtwirkung weit vor einer tatsächlichen Realisierung erspüren und wahrnehmen kann.[3][4]

Lehrtätigkeit und öffentliche Arbeit

Peter Andres war von 1994 bis 2002 Lehrbeauftragter für Lichtplanung an der Fakultät Architektur der Fachhochschule Hamburg und von 2003 bis 2006 stellvertretender Professor für Lichtplanung an der PBSA Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf. Seit 2006 ist er Honorarprofessor für Lichtplanung an der PBSA Peter Behrens School of Architecture.[5]

Peter Andres ist seit 2006 Sprecher des Lichtbeirates der Freien und Hansestadt Hamburg. Dieses Gremium berät den Senat für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) mit dem Ziel, das nächtliche Stadtbild weiter zu entwickeln und zu fördern.[6]

Mitarbeit bei Realisierungen

Beispiele für die Erarbeitung von Tages- und Kunstlichtplanungen: Flughafen Hamburg HAM21 in verschiedenen Stufen von 1991 bis 2008, Passagenprojekt Fünf Höfe und Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München 2002, Lackierhalle für den Airbus A380 2004, Hauptverwaltung der VP Bank in Vaduz/Lichtenstein 2004, Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg 2009, Schule Stübenhofer Weg in Hamburg 2011, Zentrale der Bücherhallen Hamburg 2012, Lessingtheater in Wolfenbüttel 2013, Salzburg Hauptbahnhof 2014, Deichtorhallen Hamburg 2015

Auszeichnungen

  • 1994: 1. Preis Balthasar-Neumann-Preis für das Projekt Flughafen Hamburg Terminal 4
  • 2002: Gewinner der European Design Competition „Lights of the Future“ (mit ON-Industriedesign)
  • 2003: Gewinner „hamburgerdesignpreis“ (mit ON-Industriedesign)
  • 2012: Deutscher Lichtdesignpreis: Preisträger „Lichtdesigner des Jahres“, Preisträger Kategorie „Bildung“, Preisträger Kategorie „Jurypreis Tageslicht“, Nominierungen in den Kategorien „Kulturbauten“ und „Öffentliche Bereiche“
  • 2013: Deutscher Lichtdesignpreis: Preisträger Kategorie „Bildung“, Nominierung in der Kategorie „Kulturbauten“[7]
  • 2016: 1. Preis Balthasar-Neumann-Preis für das Projekt Propsteikirche Leipzig[8]
  • 2016: Deutscher Lichtdesignpreis: Preisträger „Lichtdesigner des Jahres“, Preisträger Kategorie „Private Projekte“, Nominierungen in den Kategorien „Büro und Verwaltung“, „Kulturbauten“, „Außenbeleuchtung/Anstrahlung“ und „Verkehrsbauten“ [9]

Ausstellungen

  • 1999: Licht+Arbeit, Köln - Berlin
  • 2002: 4Light aus Hamburg
  • 2005: designdays Hamburg
  • 2016: 30 Jahre Peter Andres Lichtplanung - DesignXport Hamburg

Einzelnachweise

  1. arch.tu-braunschweig.de. Abgerufen am 3. Dezember 2014.
  2. Hamburger Abendblatt vom 8. Oktober 2011: Lichtplanerin: Darf es ein bisschen heller sein? Abgerufen am 3. Dezember 2014.
  3. DBZ Licht Architektur Technik + Büro 1/2007: Lichtplanung im künstlichen Himmel. Abgerufen am 16. Dezember 2014.
  4. Dirk Meyhöfer: VOICES 13Zehn. Junius Verlag, 2005, ISBN 3-88506-562-2.
  5. Fachhochschule Düsseldorf
  6. Hamburger Abendblatt vom 2. Dezember 2013: So erstrahlt Hamburg in bestem Licht. Abgerufen am 3. Dezember 2014.
  7. lichtdesign-preis.de. Abgerufen am 3. Dezember 2014.
  8. Baltharsar-Neumann-Preis 2016. Abgerufen am 20. Mai 2016.
  9. Lichtdesign-Preis 2016. Abgerufen am 20. Mai 2016.