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vom 22.02.2017, aktuelle Version,

Petra Maria Kraxner

Petra Maria Kraxner (* 1982 in Zams, Tirol) ist eine österreichische Schriftstellerin.

Leben

Petra Maria Kraxner studierte Anglistik, Amerikanistik, Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien sowie szenisches und lyrisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.[1]

Ihr Stück Blau Baum Grün wurde 2005 unter anderem in Prag und Edinburgh im Rahmen des Fringe Festivals aufgeführt. 2008 wurde sie mit ihrem Stück KESt zu den Autorenwerkstattagen am Wiener Burgtheater eingeladen. Szenische Lesungen von Kraxners Stücken fanden am Burgtheater, am Volkstheater (Wien) (März 2010), am Theater Freiburg sowie im Literaturhaus Innsbruck (Jänner 2010) statt.

2009 wurde Petra Maria Kraxner für die Dramatisierung der Biographie von Georg Trakl das Große Literaturstipendium des Landes Tirol zuerkannt.[2]

Die Uraufführung ihres Theaterstücks Die Bläue bleibt in Etwa zu 52% erfolgte im Rahmen des Tiroler Dramatikerfestivals im Juni 2012. 2013 wurde Kraxners Stück Die gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits am Burgtheater Wien uraufgeführt[3] und am Landestheater Innsbruck nachgespielt.

Sie veröffentlichte lyrische Texte in Zeitschriften und Anthologien.[4][5]

Im Rahmen des Symposiums „Sinn egal. Körper zwecklos“ der Forschungsplattform Elfriede Jelinek der Universität Wien hielt Kraxner 2014 eine kritische Rede zur Situation von jungen DramatikerInnen. In der Folge entstand die Performance Jung & kreativ #lebenslänglich.

Am Freien Theater Innsbruck kam am 13. November 2015 Petra M. Kraxners Elektra und der Bär zur UA. Der Auftrag für dieses Werk, eine Koproduktion von Westbahntheater und Theater Praesent, wurde im Rahmen des Wettbewerbs „ANTIKE.frauen.HEUTE“ vergeben. Petra M. Kraxners Medusas Floß, ein Auftragswerk für das Vorarlberger Landestheater Bregenz, kam am 15. Januar 2016 unter der Regie von Alice Asper zur Uraufführung.

Für ein Dramenprojekt über Sozialstatistik erhielt Petra Maria Kraxner im Juni 2015 das Große Literaturstipendium des Landes Tirol.[6]

Werke

  • 2002: Vom Grünen Sein[7]
  • 2005: Blau Baum Grün[8]
  • 2007: KESt
  • 2009: Nutella Town
  • 2010: Die Bläue bleibt in etwa zu 52 %[9]
  • 2011: Die gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits[10]
  • 2013: Digitale Fließbandarbeit
  • 2014: Jung & kreativ #lebenslänglich Performance
  • 2015: Elektra und der Bär
  • 2016: Medusas Floß

Auszeichnungen

  • 2007: Dramatikerstipendium des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur
  • 2009/2010: Großes Literaturstipendium des Landes Tirol
  • 2010/2011: Werkzuschuss aus dem Jubiläumsfond der Literar-Mechana
  • 2011: Mira-Lobe-Stipendium des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur
  • 2015: Großes Literaturstipendium des Landes Tirol

Einzelnachweise

  1. Petra Maria Kraxner (PDF; 60 kB)
  2. Die Großen Literaturstipendien des Landes 2009/2010 sind vergeben (PDF; 15 kB) Jurybegründung
  3. Ohnmachtsgespräche Theaterkritik zur Uraufführung des Theaterstücks Die gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits am Burgtheater Vestibül in: Wiener Zeitung vom 20. März 2013
  4. Literaturhaus Special (PDF; 14 kB)
  5. Gaismair-Jahrbuch Publikation
  6. „Große Literaturstipendien“ für zwei Tiroler Autorinnen in: Tiroler Tageszeitung vom 21. Juni 2015. Abgerufen am 23. Juni 2015
  7. Vom Grünen Sein Theaterinszenierungen Raimund Liebert
  8. „Blau Baum Gruen“ (eng. “Blue Tree Green”) by Petra Maria Kraxner
  9. Sessler Verlag - Inhaltsangabe und Rezensionen des Verlags
  10. Theatertext - Die gesetzliche Verordnung zur Veredelung des Diesseits