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vom 05.01.2017, aktuelle Version,

Pfarrkirche Frojach

Kath. Pfarrkirche hl. Andreas in Frojach (Juli 2011)

BW

Die römisch-katholische Pfarrkirche Frojach steht im Ort Frojach in der Gemeinde Teufenbach-Katsch im Bezirk Murau in der Steiermark. Die dem heiligen Andreas geweihte Kirche gehört zum Dekanat Murau in der Diözese Graz-Seckau. Das Kirchengebäude und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte

Urkundlich wurde 1215 eine Kirche genannt. Der heutige, ursprünglich protestantische Bau wurde um 1527 begonnen und um 1555 vollendet, wobei aus dieser Zeit lediglich der zweijochige Chor mit Fünfachtelschluss und schwach vortretenden Netzrippen erhalten ist. In weiterer Folge wurde die Kirche im Jahre 1722 zu einer katholischen Kirche umgebaut, nachdem die Kirche vermutlich durch eine Überschwemmung zerstört wurde. In den Jahren 1898/99 erfolgte die letzte Änderung, wobei in diesen Jahren die Kirche im übrigen einen Neubau erfuhr und hauptsächlich nur die Elemente aus dem 16. Jahrhundert erhalten blieben. Auf dem die Kirche umgebenden Friedhof ist ein Schmiedeeisenkreuz aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts erhalten, sowie ein barockes Friedhofskreuz aus dem 18. Jahrhundert.

Architektur

Der zweijochige Chor mit einem Fünfachtelschluss und Spitzbogenfenstern hat ein Gewölbe mit Putzgraten in Rautensternformen auf Halbrunddiensten mit Wulstkapitellen und halbrunde dienstartige Pfeiler, die sich auch an der Außenseite befinden. Der eingeschnürte rundbogige Fronbogen trennt den Chor vom breiten Schiff, das als Saalraum mit Flachdecke ausgeführt ist. Das Schiff hat, wie bereits erwähnt, neugotische Spitzbogenfenster, sowie südlich und nördlich je eine Seitenkapelle. Der Dachreiter trägt einen achtseitigen Spitzhelm. Die nördlich des Chores liegende Sakristei weist ein Tonnengewölbe mit Stichkappen auf.

Ausstattung

Die neugotische Einrichtung entstand in den Jahren 1899 und 1900. Das am Hochaltar angebrachte Bild des heiligen Andreas weist eine Signatur von Felix Barazzutti mit der Jahreszahl 1899 auf. Des Weiteren befinden sich in der Kirche zwei barocke Statuen der hll. Florian und Leonhard aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Weiters gibt es zwei Votivbilder, wovon das große Pestvotivbild das Chronogramm 1715 trägt und mit Georg Lercher 1717, dem Stifter des Bildes, bezeichnet ist. Weiters befindet sich hier ein Wappenstein des 1584 verstorbenen Victor von Pranckh. Unter der Kanzel der Kirche, wie auch in der Kirchhofmauer, befinden sich eingemauerte Reliefsteine aus der Römerzeit. Das eingemauerte spätrömische Relief unter der Kanzel zeit eine weibliche Gestalt mit Urne und Kästchen.

Literatur

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Steiermark (ohne Graz) 1982. Frojach, Gemeinde Frojach-Katsch, Pfarrkirche hl. Andreas, S. 120–121.
  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Steiermark Frojach. BH. Murau [H.], Pfarrk. hl. Andreas, S.52