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vom 17.08.2018, aktuelle Version,

Pfarrkirche Inzing

Katholische Pfarrkirche hl. Petrus in Inzing

Die Pfarrkirche Inzing steht in der Gemeinde Inzing im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol. Die dem Heiligen Petrus geweihte römisch-katholische Pfarrkirche und Wallfahrtskirche gehört zum Dekanat Telfs in der Diözese Innsbruck. Die Kirche und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Geschichte

Urkundlich wurde 1260 eine Kapelle genannt. Kirchweihen werden 1310 und 1451 genannt. Der barocke Neubau erfolgte von 1777 bis 1779 durch den Baumeister und Stukkateur Franz Singer. Renovierungen fanden 1832 und 1870/1877 statt. 1891 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Eine weitere Renovierung war 1902. Eine Restaurierung erfolgte 1956 und von 1971 bis 1975 (Außenrestaurierung).

Die Wallfahrt geht der Legende nach auf ein weinendes Mariahilf-Bild zurück, das von einer Frau hinter eine Truhe entdeckt wurde. Zunächst brachte man das Bild in die Wallfahrtskirche Kaltenbrunn, holte es jedoch wieder nach Inzing zurück und stellte es in der Pfarrkirche auf. Das Bild wurde im 18. und 19. Jahrhundert viel verehrt, besonders groß war der Zustrom der Wallfahrer im Jahr 1848, als Maria und das Jesuskind Augen und Mund bewegt haben sollen.

Architektur

Die Dorfkirche mit einem schlanken Nordturm ist von einem Friedhof umgeben. Der schlichte Kirchenbau hat ein Satteldach, gegen Osten abgewalmt. Das Langhaus ist zweijochig, das Ostjoch wie das Chorjoch leicht eingezogen. Der Chor hat einen geraden Schluss, an der Ostseite schließt die Sakristei an. Der vermutlich spätgotische Turm mit einem Giebelspitzhelm an der Chornordseite hat spitzbogige, gekoppelte Schallfenster und Giebelfenster mit Maßwerk. Die Fassaden sind durch Architekturmalerei, Pilaster und eine zusammengefasste Rahmung der Fenstergruppen gegliedert. An der dreiachsigen Westfassade mit einem Dreieckgiebel über kräftigem Hauptgesims befinden sich ein Rundbogenportal und eine Figurennische mit einer Statue des hl. Petrus aus dem vierten Viertel des 18. Jahrhunderts.

Der Innenraum weist zwei querrechteckige Langhausjoche mit Flachkuppelwölbung, breite Wandpfeiler mit Pilastergliederung und einen korbbogigen Gurtbogen auf. Langhaus und Chor sind mit Rokokostuckaturen von Johannes Graßmayr versehen. Die Deckenmalereien mit Szenen aus dem Leben Petri und der weinenden Muttergottes von Inzing wurden 1779 von Anton Kirchebner begonnen und nach dessen Tod von seinen Söhnen Franz Xaver Kirchebner und Josef Anton Kirchebner vollendet.

Das Kriegerdenkmal hat ein Bronzerelief, geschaffen von Otto Knitel (1923).

Ausstattung

Der spätbarocke Hochaltar aus dem Ende des 18. Jahrhunderts mit einem hohen Sockelgeschoss mit Opfergangsportalen hat einen Doppelsäulenaufbau, das innere Säulenpaar hat ein diagonal vorgezogenes Gebälk, das Dekor zeigt Empire-Elemente. Der Hochaltar zeigt das Altarblatt Kreuzigung Petri gemalt von Anton Zoller (1766) und trägt seitlich Statuen der vier Kirchenväter sowie im Auszug eine Figur des Auferstandenen vom Ende des 18. Jahrhunderts, der Tabernakel trägt das Gnadenbild, eine der ältesten Kopien des Gnadenbildes Mariahilf.

Die Orgel mit dem Brüstungspositiv schuf Johann Anton Fuchs im vieren Viertel des 18. Jahrhunderts, das Werk wurde später mehrmals umgebaut. Eine Glocke goss Barthlmä Köttelath 1650.

Literatur