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vom 30.12.2016, aktuelle Version,

Pfarrkirche Maiersdorf

Kath. Pfarrkirche hl. Johannes d. T. in Maiersdorf

Die römisch-katholische Pfarrkirche Maiersdorf steht im Ort Maiersdorf in der Gemeinde Hohe Wand in Niederösterreich. Die Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer - dem Stift Heiligenkreuz inkorporiert - gehört seit 1. September 2016 zum Dekanat Neunkirchen im Vikariat Unter dem Wienerwald der Erzdiözese Wien. Davor war sie Teil des Dekanats Wiener Neustadt Die ehemalige Wehrkirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Der romanische Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert wurde später mit einem gotischen Wehrobergeschoss aufgestockt. Die Kirche wurde 1379 als Filialkirche von Muthmannsdorf St. Peter im Moos genannt. 1662 wurden beide Kirchen aus dem Patronat der Diözese Graz-Seckau ausgeschieden und wurden Patronatskirchen vom Stift Neukloster in Wiener Neustadt. Die Kirche wurde 1783 zur Pfarrkirche erhoben. 1964 wurde im Zuge einer Erweiterung eine bemerkenswerte hölzerne Seitenempore, vermutlich der Rest eines ehemaligen Wehrganges, entfernt. 1997 war eine Innenrestaurierung mit Grabungen.

Architektur

Die weithin sichtbare Wehrkirche steht auf einer vorgelagerten Felsterrasse vor dem Bergrücken Hohe Wand.

Der mächtige zweigeschossige romanische Chorturm - bedingt durch das gleich hohe zweigeschossige Langhaus abgeschwächt - hat südseitig einen Hocheinstieg und trägt ein kleines dachreiterartiges Glockentürmchen.

Das hohe zweigeschossige Langhaus zeigt ein qualitätvolles romanisches Mauerwerk mit Quaderschichten und eine Fundamentstufe mit Steinlagen aus Pietrarasa-Mauerwerk mit Kellenstrich. Die Fassade hat hoch liegende romanische Rundbogenfenster, ein Spitzbogenfenster aus dem 14. Jahrhundert, und ein barockes Fenster im unteren Bereich. Das Obergeschoss ist ein gotischer Wehraufbau aus lagerhaftem Mauerwerk mit Fischgrätkompartimenten aus dem 14. Jahrhundert. Unter der Traufe sind schlitzartige Schießschartenfenster. Die Nordmauer ist fensterlos.

Westseitig ist ein niedriger Anbau einer Langhauserweiterung mit einer Vorhalle unter einem Walmdach und nordseitig ein Sakristeianbau, beide aus 1964.

Ausstattung

Eine aus Quadern gemauerte gotische Steinmensa mit einem Reliquienfach wurde 1997 abgetragen weiter westlich in veränderten Dimensionen wieder aufgebaut. Dahinter steht der barocke Hochaltar als hochbarockes Rahmenretabel aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Das Hochaltarblatt Johannes der Täufer malte Franz Josef Dobiaschofsky (1848). Das Oberbild Heiliger Geist ist aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die Sakramentsnische im Presbyterium ist von einer Wandmalerei von ca. 1430 umrahmt, die Christus als Schmerzensmann mit den Leidenswerkzeugen von Engeln flankiert zeigt.

Literatur

  Commons: Pfarrkirche Maiersdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien