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vom 20.11.2017, aktuelle Version,

Pfarrkirche Ostermiething

Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Ostermiething

BW

Die römisch-katholische Pfarrkirche Ostermiething steht in der Gemeinde Ostermiething im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich. Die auf das Fest Mariä Himmelfahrt geweihte Pfarrkirche gehört zum Dekanat Ostermiething in der Diözese Linz. Die Kirche und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz.

Lagebeschreibung

Die Kirche steht in beherrschender Lage gegenüber der Alpenkette.

Geschichte

Die Kirche wurde in den Jahren 1676 bis 1683 durch Josef Vilzkotter erbaut.

Architektur

Kirchenäußeres

Der Westturm hat einen achtseitigen Aufsatz mit Birnhelm. Die Kirchentüren sind reich mit Knorpelwerk verziert. Sie stammen aus der Zeit um 1684 von Michael Littmann.

Kircheninneres

Die Kirche hat ein weit gespanntes, einschiffiges Langhaus mit vier Schiffsjochen. Darüber ist Tonnengewölbe mit Stichkappen. Auf beiden Seiten sind jeweils drei tiefe, durch eingezogene Wandpfeiler gebildete Altar- bzw. Eingangsnischen. Der einjochige Chor ist eingezogen und tonnengewölbt. Er schließt in einem ausgerundeten 3/8-Schluss. In der Gewölbezone sind Stuckaturen im Stil des Rokoko aus der Zeit um 1770. Sie sind vergleichbar mit dem Stuck in der Kirche in Raitenhaslach in Bayern. Am Triumphbogen von 1697 ist eine dreiachsige Westempore mit Bandwerkstuckaturen.

Ausstattung

Der Hochaltar wurde in den Jahren 1699 bis 1701 von Michael Littmann gebaut. Die Figuren und der Dekor stammen von Bildhauer Ferdinand Oxner. Das übermalte Altarbild stammt von Friedrich Degär. Der Tabernakel ist im Stil des Rokoko gehalten und wurde 1769 mit guten Figuren vom Bildhauer Johann Andrä Dietrich von Traunstein, geschaffen. Der rechte Seitenaltar, der sogenannte Marienaltar, wurde zwischen 1765 und 1766 geschaffen. Es ist eine ausgezeichnete Rokokoarbeit, die eventuell vom Bildhauer Johann Georg Lindt stammt. Im Mittelfeld steht eine gute gotische Muttergottesstatue von 1510. Die Aufbauten der übrigen Seitenaltäre stammen wohl aus dem 19. Jahrhundert und wurden in barocken Formen gebaut. Zwei Altarbilder entstanden um 1700 und wurden später übermalt. Die Statuen sind aus dem 18. Jahrhundert. Die Kanzel ist rokoko. Sie wurde mit vier guten Statuen der Evangelisten im Jahr 1761 von Johann Georg Lindt aus Burghausen geschaffen. Das Chorgestühl ist von 1689. Die Beichtstühle entstanden zwei Jahre zuvor. Beide wurden von Michael Littmann gebaut. Das Taufbecken ist spätgotisch. In, und um die Kirche finden sich Grabsteine aus der Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert.

Die Orgel wurde 1840 geschaffen. Das Gehäuse hat die Form eines griechischen Tempels.

Literatur

  • DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Oberösterreich. Ostermiething. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1977, 6. Auflage, S. 223f.
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