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vom 12.12.2017, aktuelle Version,

Pfarrkirche Waldzell

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Waldzell. Barocke Stuckbänder rahmen die gotischen Maßwerkfenster.
Das Langhaus mit südlichem Seitenschiff zum Chor. Alle mit gotischem Netzrippengewölbe.

Die Pfarrkirche Waldzell steht im Ort Waldzell in der Gemeinde Waldzell in Oberösterreich. Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gehört zum Dekanat Ried im Innkreis in der Diözese Linz. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Eine Kirche wurde 1312 urkundlich genannt.

Architektur

Die gotische Kirche mit Netzrippengewölben wurde außen barockisiert. An das dreijochige Langhaus mit einem südlichen Seitenschiff schließt ein leicht eingezogener und um drei Stufen erhöhter dreijochiger Chor mit einem Dreiachtelschluss an. Die dreiachsige netzrippenunterwölbte Westempore zeigt an der Brüstung Fresken Christus und die Apostel aus 1599, welche 1922 bei einer Restaurierung stark ergänzt wurden, und fälschlich auf 1522 datiert wurde. Der Westturm mit einem sternrippengewölbten Läuthaus wurde wie der gesamte äußere Kirchenbau um 1720 mit Stuckbändern versehen und damit barockisiert. Der Turm trägt einen Doppelzwiebelhelm. Das gotische Südportal hat eine netzrippengewölbte Vorhalle. Das spätgotische kielbogige Westportal hat eine Tür mit gotischen Beschlägen.

Ausstattung

Der Hochaltar wurde 1683 von Thomas Schwanthaler gebaut. Die Statuen Maria, Barbara und Katharina vom ehemaligen gotischen Flügelaltar um 1515 wurden von Franz Matthias Schwanthaler überarbeitet. Vier spätgotische Relieftafeln Verkündigung, Weihnacht, Darbringung im Tempel und Tod Mariä um 1520/1525 wurden in die Pfarrkirche Mehrnbach übertragen. Es gibt eine Figur Thronende Muttergottes aus 1752. Den Tabernakel mit einer bemerkenswerten Kreuzigungsgruppe schuf Franz Matthias oder Johann Peter Schwanthaler der Ältere im 3. Viertel des 18. Jahrhunderts. Der linke Seitenaltar aus Teilen des Barock und Rokoko trägt gute Engelsfiguren aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der rechte Seitenaltar hl. Sebastian um 1690 trägt eine spätgotische überarbeitete Sitzfigur hl. Wolfgang. Die Kanzel aus 1685 trägt Statuen von Johann Franz Schwanthaler (1721). Das spätgotische Fronbogenkreuz entstand um 1510. An den Seitenwänden des Chores sind barocke Statuen aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit einer bemerkenswerten Schmerzhaften Muttergottes aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Das spätgotische Taufbecken steht in der südlichen Vorhalle.

Literatur

  • Waldzell, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. S. 360–361. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Oberösterreich. Von Erwin Hainisch, Neubearbeitet von Kurt Woisetschläger, Vorworte zur 3. Auflage (1958) und 4. Auflage (1960) von Walter Frodl, Sechste Auflage, Verlag Anton Schroll & Co., Wien 1977.
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