Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 10.02.2020, aktuelle Version,

Pflüger Orgelbau

Pflüger Orgelbau
Rechtsform GmbH
Gründung 1979
Auflösung 2015
Sitz Feldkirch, Österreich
Leitung Bernhard und Hans-Jörg Pflüger
Branche Orgelbau

Pflüger Orgelbau war ein österreichisches Orgelbauunternehmen mit Sitz in Feldkirch in Vorarlberg.

Geschichte

Das Unternehmen Pflüger Orgelbau wurde 1979 von Martin Pflüger (* 1941 in Markgröningen/Baden-Württemberg), einem ehemaligen Mitarbeiter der Firma Rieger, in Feldkirch gegründet.[1] Die erste Werkstatt, die in der die Metallpfeifenwerkstatt untergebracht war, wurde 1981 in der Sonnengasse 10a errichtet, 1988 erfolgte der Einzug in die neu gebaute Betriebsstätte in der Paspelstraße 22. 1995 wurde das bis dahin unter dem Namen Martin Pflüger Orgelbau firmierende Einzelunternehmen gemeinsam mit Martin Pflügers Söhnen Bernhard, Hans-Jörg und Michael in die Pflüger Orgelbau GmbH umgewandelt. Ab 2001 lag die Geschäftsführung in den Händen von Bernhard (* 1969) und Hans-Jörg Pflüger (* 1971). Pflüger-Orgeln befinden sich heute in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Japan, Polen, Weißrussland, Kasachstan und der Slowakei.[2] Im Jahr 2015 wurde die Firma aufgelöst.[3]

In klanglicher Hinsicht machte Martin Pflüger den Synthesegedanken der Elsässischen Orgelreform zum bestimmenden Faktor seiner Werkstatt. Von der Pfeifenbau- und Intonationsweise des Joseph Birgöntzle – jenes elsässischen Emigranten, der vor der Französischen Revolution nach Vorarlberg geflüchtet und dort aktiv geworden war – konnte Pflüger eine Verbindung zur elsässisch-französischen Klangästhetik herstellen und im Aufbau der Orgeln in Hauptwerk, Rückpositiv und Schwellwerk Albert Schweitzers Vision einer Trinität der Klaviere verwirklichen.[1]

Werkliste (Auswahl)

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1983 Latschau Filialkirche Latschau II/P 10
1988 Schruns Pfarrkirche Schruns III/P 41 Gehäusevorderseite von 1867 restauriert, restliche Gehäuseteile rekonstruiert
1989 Linz Mariä-Empfängnis-Dom
Chororgel
II/P 27 Disposition
1991[1] Feldkirch Vorarlberger Landeskonservatorium III/P 38
1992[1] Bludenz Heilig-Kreuz-Kirche III/P 44
1993[1] Graz-Mariatrost Basilika Mariatrost III/P 43 Disposition
1994/95[4] Kellenried, Gemeinde Berg Abtei St. Erentraud II/P 23 Disposition
1996 Mönchdorf Pfarrkirche Mönchdorf
1997[5] Frauenkirchen Basilika Frauenkirchen II/P 33
2001 Hafnerbach Pfarrkirche Hafnerbach II/P 19
2003 Mariazell Basilika I/P 9 Neubau in historischem Gehäuse, sog. „Konradorgel“
2003 Mariazell Basilika I 6 Neubau in historischem Gehäuse, sog. „Marienorgel“
2003 Mistelbach Pfarrkirche St. Martin III/P 40 HW, SW, RP und Pedal in neuem Eichengehäuse[6]
2006 Leoben Pfarrkirche Leoben-St. Xaver II/P 17 Neue Chororgel, vorwiegend für den liturgischen Gebrauch
2009 Leoben Pfarrkirche Leoben-St. Xaver III/P 36 Symphonische Hauptorgel, Ersatz einer Orgel Konrad Hopferwiesers von 1899
Commons: Pflüger Orgelbau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Roman Summereder: Aufbruch der Klänge. Materialien, Bilder, Dokumente zu Orgelreform und Orgelkultur im 20. Jahrhundert. Edition Helbling, Innsbruck 1995, ISBN 3-900590-55-9, S. 318.
  2. Webpräsenz von Pflüger Orgelbau, Firmengeschichte (Memento vom 19. Februar 2015 im Internet Archive)
  3. Pflüger Orgelbau GmbH in Liqu., abgerufen am 13. Januar 2017.
  4. Die Orgeln. Website der Abtei Kellenried. Abgerufen am 31. Dezember 2014.
  5. Österreichische Orgeldatenbank Karl Schütz. Abgerufen am 15. Juni 2012.
  6. Pflüger-Orgel. Webpräsenz der Kantorei St. Martin, abgerufen am 12. Juni 2012.