unbekannter Gast
vom 22.10.2017, aktuelle Version,

Philipp von Breuner

Philipp von Breuner (* um 1500; † 23. April 1556 in Wien), Freiherr zu Stübing, Fladnitz und Rabenstein etc. war ein österreichischer Adliger und niederösterreichischer Beamter.

Leben

Philipp (I.) Freiherr von Breuner war der älteste Sohn von Friedrich Ritter von Breuner und Margaretha Freiin von Rauber und zog um 1535 nach Österreich. Er war von 1536 bis Herbst 1542 Niederösterreichischer Regimentsrat, wurde danach Hofkammerrat und 1550 ungarischer und böhmischer geheimer Rat und Kämmerer, schließlich 1552 Hofkammerpräsident und geheimer Rat. Mit dem Diplom vom 12. April 1550 wurde Philipp samt seinen Vettern und Verwandten Georg, Caspar und Balthasar und dem gesamten Stamm männlich und weiblichen Geschlechts in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Die Herrschaft Schwadorf besaß er als Pfand, 1552 kam Weitra in NÖ und Staatz dazu. Er starb als Hofkammerpräsident und liegt mit seiner Frau in der Schottenkirche in Wien begraben. Mit seiner Frau Elisabeth Freiin von Windischgrätz, die Tochter von Seyfried Freiherrn von Windisch-Graetz und Afra Grasswein (Gräßwein), hatte er 16 Kinder. Der älteste Sohn war Seyfried von Breuner, zuletzt Statthalter von Niederösterreich.

Literatur

  • Franz Karl Wissgrill: Schauplatz des landsässigen Nieder-Österreichischen Adels vom Herren- und Ritterstande, Band 1, Wien 1794, S. 380ff
  • Eintrag über Staatz im Schweikhardt, s. 208ff online in Google.books