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vom 26.06.2020, aktuelle Version,

Piz Lavarela

Piz Lavarela
Lavarela-Massiv von Nordwesten aus; der Hauptgipfel befindet sich in der Bildmitte, knapp rechts davon der Westgipfel, rechts davon der Piz Cunturines

Lavarela-Massiv von Nordwesten aus; der Hauptgipfel befindet sich in der Bildmitte, knapp rechts davon der Westgipfel, rechts davon der Piz Cunturines

Höhe 3055 m s.l.m.
Lage Östlich von St. Kassian, am Westrand der Fanes
Gebirge Dolomiten, Fanesgruppe
Dominanz 1,1 km Piz Cunturines
Schartenhöhe 170 m Lavarelascharte
Koordinaten 46° 35′ 6″ N, 11° 58′ 16″ O
Piz Lavarela (Südtirol)
Piz Lavarela

Der Piz Lavarela (auch Lavarela-Spitze, ladinisch Piz de Lavarela; die Schreibung erscheint auch in den Varianten Lavarella, La Varela oder La Varella, 3055 m s.l.m.) ist der nordwestliche Endpunkt des sich nach Südosten erstreckenden Bergmassivs, das sich vom westlich liegenden St. Kassian im Gadertal als gewaltige Felsmauer zeigt und das Tal von der östlich liegenden Fanes trennt. Durch die Lavarelascharte (2885 m) ist der Piz Lavarela von dem etwas höheren Piz Cunturines (3064 m) geschieden. Das gesamte Gebiet gehört zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags.

Anstiege

Der kürzeste Anstieg beginnt an der Capanna Alpina (1726 m) südlich des Piz Cunturines. Von dort steigt man zunächst in nordöstlicher Richtung zum Tadegajoch (Ju da l'Ega, 2157 m), weiter in westliche Richtung zur Lavarelascharte, wo sich die Anstiegswege zum Piz Lavarela und zum Piz Cunturines trennen. Zum Piz Lavarela geht es über Schutt nach Norden empor, dann rechtsseitig auf einem ausgeprägten Band über Geröll und Schrofen zur Gipfelscharte. Von dort erreicht man links über den Grat den Westgipfel (3034 m), auf dem sich das Kreuz befindet, oder über einen Felsrücken den weiter östlich liegenden Hauptgipfel.

Das Tadegajoch kann auch von Osten, von der Fanesalm, erreicht werden. Bei Wahl dieser Anstiegsvariante startet man typischerweise in Pederü, eine Nächtigung in der Lavarella- oder Faneshütte ist möglich.

Name

Der Bergname hängt wahrscheinlich mit dem im Abteital öfters und in verschiedenen Varianten auftauchenden Flurnamen Lavara zusammen, der aus einer vorrömischen Sprachschicht stammt und möglicherweise Fels oder Stein bedeutet. Demnach wäre der Piz Lavarela – der Zusatz -ela ist ein Diminutivsuffix – nach einem etwas tiefer gelegenen kleinen Schuttgelände benannt.[1] Die lange Zeit übliche Schreibung La Varella ist inzwischen zu großen Teilen dem der ladinischen Aussprache entsprechenden Lavarela gewichen.

In Peter Anichs Atlas Tyrolensis von 1774 erscheint das Bergmassiv noch als Tamers Kofel, was auf ein Gehöft an dessen Westabstürzen zurückzuführen ist. Der Topograf Johann Jakob Staffler erwähnt in seinem Werk Tirol und Vorarlberg von 1839 erstmals eine kleine und große Varella.[2]

MarmolataSeekofelNeuner (Fanesgruppe)SellagruppeHeiligkreuzkofelZehner (Fanesgruppe)AntonispitzeKronplatzPareispitzeFaneshütteLavarellahütteLa Villa/SternTofana de RozesTofana di MezzoTofana di DentroWestgipfel des Piz LavarelaPiz Cunturines Lavarela Panorama.jpg
Über dieses Bild
Panorama von der Lavarela-Spitze (der Norden liegt etwas links von in der Bildmitte)

Literatur und Karten

  • Franz Hauleitner: Dolomiten 3. Gadertal – Von Bruneck bis Corvara. 4. Auflage, München 2010, ISBN 978-3-7633-4060-6
  • Dieter Seibert: Leichte 3000er. Bruckmann Verlag, München 2001, ISBN 3-7654-3677-1
  • Topografische Wanderkarte, Alta Badia – Arabba – Marmolada, Blatt 07, 1:25.000, Casa Editrice Tabacco, ISBN 88-8315-007-4
Commons: Piz Lavarela  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Die geschichtlich gewachsenen Namen der Gebirgszüge, Gipfelgruppen und Einzelgipfel Südtirols. Athesia, Bozen 2000, ISBN 88-8266-018-4, S. 212.
  2. Hanspaul Menara: Die schönsten 3000er in Südtirol. Athesia, Bozen 2007, ISBN 978-88-8266-391-9, S. 244–247