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vom 23.04.2018, aktuelle Version,

Prissian

Prissian (italienisch Prissiano) ist eine Fraktion der Gemeinde Tisens in Südtirol (Italien).

Die Ortschaft liegt in 610 m s.l.m. auf dem Hochplateau im Tisner Mittelgebirge zwischen Bozen und Meran. Die etwa 800 Einwohner leben vorwiegend von Landwirtschaft (Äpfel, Wein, Viehwirtschaft), Tourismus und Handwerk. Besonders bekannt sind die „Keschtn“ (Tisner Edelkastanien), die im Herbst beim Törggelen zusammen mit dem neuen Wein genossen werden.

Prissian wird auch als Burgendorf bezeichnet, da sich in unmittelbarer Nähe die Burgen bzw. Schlösser Wehrburg, Fahlburg, Kasatsch,[1] Zwingenburg,[2] Holz[3] und Katzenzungen mit der größten Weinrebe Europas, der Versoaln (mit einer Ausdehnung von 300 m²), befinden. Ferner bestehen auch die Ansitze Liedl und Greifenegg.

Der bekannteste Sohn des Dorfes ist wohl Kanonikus Michael Gamper (* 7. Februar 1885 in Prissian; † 15. April 1956 in Bozen). Er war Priester und Publizist. Besonders von Bedeutung ist sein Einsatz für die deutsche und ladinische Volksgruppe in Südtirol sowie sein Kampf gegen Faschismus und Nationalsozialismus.

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Einzelnachweise

  1. Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch. II. Band: Burggrafenamt. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1980, S. 300–304.
  2. Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch. II. Band: Burggrafenamt. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1980, S. 305–308.
  3. Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch. II. Band: Burggrafenamt. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1980, S. 309–310.