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vom 21.04.2018, aktuelle Version,

Progress Group

Progress Group
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1961 (Progress AG)
Sitz Brixen (Italien)
Mitarbeiter 400
Umsatz 180 Mio. Euro (2014)
Branche Maschinenbau, Bauindustrie
Website http://www.progress-group.info/

Die Progress Group GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine Tochtergesellschaft der Progress Holding AG, einer Maschinenbauholding mit Sitz in Brixen (Italien).[1] Die Unternehmensgruppe ist auf die Entwicklung und den Bau von Maschinen und Anlagen für die Betonfertigteilindustrie spezialisiert. Sie setzt sich aus den Tochterfirmen EBAWE Anlagentechnik GmbH, Progress Maschinen & Automation AG, Tecnocom S.p.A., Echo Precast Engineering NV, Ultra-Span Technologies Inc., Progress Software Development (PSD) und Progress AG zusammen.

Geschichte

Als Vorläufer der heutigen Unternehmensgruppe wurde die Progress AG im Jahr 1961 gegründet. In den ersten Jahren bildete die Produktion von Mauersteinen das Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens.[2] 1964 entwickelte Progress die erste Maschine zur Herstellung von Gitterträgern. Dies war zugleich der Beginn des Maschinenbaus.

In den 1970er Jahren wurde die Produktion von Elementdecken aufgenommen. 1976 wurde die erste selbst entwickelte Anlage zur Herstellung von Ziegeldecken verkauft. In den 1980er Jahren wurden die Neuentwicklungen im Maschinenbau mit einer Drahtrichtschneidemaschine mit neuartiger Richttechnik fortgesetzt. Zudem wurde 1989 die italienweit erste Decken-Umlaufanlage, entwickelt und gebaut von der eigenen Maschinenbau-Abteilung, in Betrieb genommen. Ab den 1990er Jahren setzte der Maschinenbau den Fokus verstärkt auf neue Technologien und Automatisierung. Am Ende des Jahrzehnts wurde das Produktportfolio des Bereichs Maschinenbau schließlich von Maschinen zur Bearbeitung von Betonstahl auf Mattenschweißanlagen erweitert.

Unternehmensgruppe

Zum ersten Tochterunternehmen der Progress AG wurde im Jahr 1998 das Maschinenbauunternehmen EBAWE Anlagentechnik aus Eilenburg bei Leipzig. Die beiden Firmen hatten bereits zuvor bei einigen Großprojekten zusammengearbeitet. Mit der Umwandlung der ursprünglichen Progress AG in eine Holding und der Trennung der beiden Geschäftszweige entstanden zwei weitere Tochtergesellschaften: Progress für den Baubereich und Progress Maschinen & Automation für das Maschinenbaugeschäft. 2010 wurde Tecnocom aus Udine (Italien), 2012 Echo Precast Engineering aus Houthalen (Belgien) und 2013 Ultra-Span Technologies aus Winnipeg (Kanada) in die Progress Holding aufgenommen. Seit 2015 verfügt die Progress Group über eigene Büro- und Meetingräume im Bürogebäude The Squaire am Frankfurter Flughafen. 2016 wurde das Tochterunternehmen Progress Software Development (PSD) gegründet, das branchenspezifische MES- und ERP-Systemen entwickelt.

Heute ist die Unternehmensgruppe ein Komplettanbieter von Maschinen und Anlagen für die Betonfertigteilindustrie. Zu den Hauptabsatzmärkten zählen Mittel- und Westeuropa, der Mittlere Osten und Südostasien.

Das Produktportfolio des Unternehmens erstreckt sich über die Bereiche Umlauftechnologie, Technologie auf Bahnen und Stehende Technologie. Die Produktpalette umfasst Palettenumlaufanlagen und Schalungssysteme für die Betonfertigteilindustrie, Maschinen und Anlagen zur Bearbeitung von Betonstahl und für die Produktion von vorgespannten Betonfertigteilen sowie Software. Zudem produziert das Tochterunternehmen Progress Betonfertigteile in einem eigenen Werk und errichtet Objekte in Massivbauweise und betreibt Baustoffmärkte.

Einzelnachweise

  1. Handelskammer Bozen
  2. Kurt Platter: 50 Jahre Innovation. Progress 1961-2011. Bozen, 2011.