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vom 09.01.2018, aktuelle Version,

Radio Maria Österreich

Radio Maria Österreich
Allgemeine Informationen
Empfang analog (UKW) und digital (über DVB-T) terrestrisch, Kabel, Satellitenfernsehen, Livestream
Sendegebiet Kernzielgebiet: Österreich
über Satellit: Europa
Geschäftsführer Christian Schmid[1]
Sendestart 12. September 1998
Rechtsform Nichtkommerzieller Hörfunksender
Liste der Hörfunksender

Radio Maria Österreich ist ein katholisch geprägter Hörfunksender in Österreich. Träger ist der Verein Radio Maria Österreich – Der Sender mit Sendung mit Sitz in Wien.[2] Die Finanzierung erfolgt aus Spenden, sowie aus zusätzlichen Einnahmen eines Webshops. Er gehört zum weltweiten von der katholischen Kirche anerkannten World Family Of Radio Maria-Senderverbund[3], zu der beispielsweise auch Radio Maria (Italien) – Gründungsmitglied (1982/1983), Radio Horeb in Deutschland und rund 50 weitere Sender weltweit gehören. Betreiber ist das Vereinte Apostolat im Geist Mariens.

Programm

Radio Maria sendet ein missionarisch ausgerichtetes römisch-katholisches Programm für Österreich. Er nahm seinen Sendebetrieb mit dem ersten UKW-Sender auf der Basilika Sonntagberg im Mostviertel Niederösterreichs auf. Ziel des Senders ist es nach eigener Angabe, das „vielfältige Leben der Kirche und der Menschen in unserem Land“ (Österreich) abzubilden.[4] Nach Angabe des Obmann Lukas Bonelli sind die Anliegen des Senders Evangelisierung und Glaubensverbreitung.[5] Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) genehmigte „ein werbefreies, religiöses 24-Stunden-Spartenprogramm christlicher Prägung … an Menschen aller Alters- und Berufsgruppen, die sich mit Gegenwarts- und Orientierungsfragen auseinandersetzen.“[6] Demnach wird ein Programm, bestehend aus ca. 70 Prozent Wortanteil gesendet, religiöse, kulturelle und soziale Inhalte mit Lokalbezug. Der Musikanteil ist überwiegend klassisch und sakral geprägt. Neben dem Hörfunkprogramm erscheint auch ein monatliches Programmheft für den Postbezug.

Hörfunkstudios befinden sich in Wien, Amstetten, Innsbruck und Salzburg.

Programmdirektor und nach dem österreichischen Presserecht verantwortlich ist Andreas Schätzle.[7]

Am 1. Oktober 2010 ging mit rmxpect ein auf jugendliche Hörer ausgerichtetes Webradio auf Sendung.[8]

Empfang

Das Programm von Radio Maria ist über acht UKW-Frequenzen, sowie flächendeckend über Kabelanschluss empfangbar. Außerdem gibt es eine Satellitenfrequenz über Astra und einen weltweiten Radiostream im Internet.

Der Sender hat einen Sendeplatz für einen zunächst 10-jährigen digitalen Sendebetrieb über DVB-T im Großraum Wien erhalten,[6] wo das Programm über anfangs verminderter Leistung (10 kW) seit 28. Jänner 2010 empfangbar war.[9] Inzwischen wurde das Sendegebiet mit 80 kW („Mux B“, Kahlenberg) auf die ganze Erzdiözese Wien und das nördliche Burgenland erweitert.[10] Die Angabe des Senders, der erste DVB-T-Hörfunkveranstalter in Österreich zu sein,[11] ist umstritten, da es in der Steiermark bereits seit 22. Dezember 2009 einen DVB-T-Sendebetrieb eines Hörfunkprogramms gibt.[12] Radio Maria ist jedoch der derzeit einzige DVB-T-Hörfunksender in der Region Wien. Im Oktober 2014 kam ein Sendeplatz über den bundesweiten „Mux F“ (DVB-T2 über simpliTV) dazu, wo der Sender zum unverschlüsselten Programmangebot gehört.

Im September 2014 wurde bekannt, dass der Sender den Zuschlag für die – gemessen an der Sendeleistung – kleinste UKW-Frequenz in Wien erhält, mit der allerdings nur 70.000 Einwohner im Bezirk Wien innere Stadt erreichbar sind.[13] Zur Begründung erklärte die Medienbehörde KommAustria, die Bewerbung des Senders zeige im Vergleich zu drei Mitbewerbern (Mein Kinderradio und zwei neue Programmanbieter in Wien) einen „höheren Beitrag zur Meinungsvielfalt“.

Einzelnachweise

  1. Seite Unser Team auf der Webpräsenz des Senders
  2. Eingetragener Vereinsname im Bescheid zum DVB-T-Lizenzentscheid (PDF; 36 kB), ZVR-Zahl 311304333 bei der Bundespolizeidirektion Wien, Büro für Vereins-, Versammlungs- und Medienrechtsangelegenheiten
  3. Senderliste weltweit aller Radio Maria-Stationen
  4. Zum Selbstverständnis des Senders
  5. Vorstand Lukas Bonelli. In: radiomaria.at. Abgerufen am 9. Januar 2018.
  6. 1 2 Bescheid der KommAustria vom 27. Jänner 2010
  7. Geleitwort des Programmdirektors zu einer Spendenaktion
  8. Homepage des Jugendprogramms und Ankündigung
  9. Angaben des Senders zum DVB-T-Empfang, inoffiziellen Testbetrieb gab es offenbar bereits seit Dezember, vgl. dehnmedia.de
  10. Senderhomepage: DVB-T Empfang in der Erzdiözese Wien
  11. Senderhomepage: Neu: DVB-T Empfang für Großraum Wien/NÖ (abgerufen am 8. Mai 2011)
  12. Angaben des „Insidermagazin“ radioconsulting.de: Radioconsulting.de (vom 26. Dezember 2009) und RTR-Zulassungsbescheid (vom 1. Dezember 2009)
  13. KommAustria erteilt Radio Maria Zulassung für Wiener UKW-„Kleinfrequenz“ 99,5 MHz. Pressemeldung der KommAustria, 25. September 2014; vgl. Bescheid (mit Volltext, PDF) vom 23. September 2014