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vom 08.10.2017, aktuelle Version,

Radkersburger Bahn

Spielfeld-Straß–Bad Radkersburg–Ljutomer
Streckennummer (ÖBB): 46201
Streckennummer: 42
Kursbuchstrecke (ÖBB): 502
Streckenlänge: 31,095 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 20 
Minimaler Radius: 143 m
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Betreiber: Österreich: ÖBB
Slowenien: Slovenske železnice
Bundesland (A): Steiermark
Region (SLO): Pomurska
Südbahn von Maribor
0,0 Spielfeld-Straß 263 m ü. A.
Abzweig nach Graz
3,840 Schwarza 248 m ü. A.
6,100 Lichendorf 247 m ü. A.
7,880 Weitersfeld a. d. Mur 244 m ü. A.
11,708 Mureck 237 m ü. A.
14,310 Gosdorf 234 m ü. A.
17,700 Diepersdorf (bis 2005) 230 m ü. A.
20,100 Weixelbaum an der Mur (bis 2005) 225 m ü. A.
22,529 Purkla 222 m ü. A.
26,295 Halbenrain 221 m ü. A.
30,731 Bad Radkersburg 202 m ü. A.
31,095 (Gleisende)
~32,5 Staatsgrenze Österreich-Slowenien
23,050 (Gleisende)
22,717 (ex 33,4) Gornja Radgona/Oberradkersburg (nur Güterzüge)
17,155 (ex 39,6) Slatina Radenci/Bad Radein (nur Güterzüge)
13,1 (ex 43,79) Hrastje-Mota/Eich-Mautdorf (stillgelegt)
9,4 (ex ~47,5) Bučečovci/Wudischofzen (stillgelegt)
4,665 Križevci pri Ljutomeru/Kreuzdorf (nur Güterzüge)
(ex 56,2) von Murska Sobota
0,0 (ex 56,5) Ljutomer/Luttenberg
von Ormož

Die Radkersburger Bahn ist eine Bahnstrecke entlang der Mur, die die Stadt Bad Radkersburg mit der Österreichischen Südbahn verbindet. Die Strecke ist eingleisig und nicht elektrifiziert.

Geschichte

Errichtung

Die Radkersburger Bahn wurde von der k.k. priv. Südbahngesellschaft konzessioniert und errichtet. Der Bau bot keinerlei nennenswerte Probleme. Die Eröffnung des ersten Abschnittes zwischen Spielfeld-Straß und Radkersburg erfolgte am 12. Juli 1885.[1]

Am 16. Oktober 1890 erfolgte die Inbetriebnahme des Abschnittes von Radkersburg bis Luttenberg (heute Ljutomer). Bis zur Übernahme der k.k. priv. Südbahngesellschaft durch die ÖBB wurde die Strecke von der Südbahngesellschaft betrieben.

Teilung der Strecke

Mit Ende des Ersten Weltkriegs fiel der südliche Teil der Steiermark an Jugoslawien, wodurch auch die Eisenbahnstrecke im km 32,5 geteilt wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Abschnitt zwischen Radkersburg und Gornja Radgona/Oberradkersburg am 17. April 1945 eingestellt und später abgetragen. Das Streckenende befindet sich seitdem im km 31,095. Auf dem heute slowenischen Teil zwischen Gornja Radgona/Oberradkersburg und Ljutomer/Luttenberg gibt es nur noch Güterverkehr.

Streckenverlauf Radkersburger Bahn

Aktuelle Bedeutung

Bahnhof Bad Radkersburg

Die Radkersburger Bahn kam in ihrer Bedeutung auf Grund ihres Einzugsgebietes nie über eine regionale Bahnlinie hinaus und war mehrmals einstellungsgefährdet.

Sicherung des Fortbestands

Im Jahr 2006 wurden die Weichen für einen Weiterbestand der Bahnstrecke gestellt. Auf Grund des laufenden Verkehrsdienstevertrages mit dem Land Steiermark wurden nach Drängen der neuen Landesregierung im Herbst 2006 in Absprache zwischen der ÖBB-PV AG und der ÖBB-Infrastruktur-Betriebs AG in verschiedenen Bahnhöfen und Haltestellen zum Teil umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Durch diese Maßnahmen − vor allem durch die Erhöhung der Bahnsteigkanten auf mindestens 38 cm − wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass mit Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 die neue Triebwagengeneration Reihe 5022 der ÖBB eingesetzt werden konnte. Damit wurde in Verbindung mit dem bereits zuvor errichteten Zugleitbetrieb auch die Grundlage für eine wirtschaftliche Betriebsführung geschaffen, die den Fortbestand dieser Eisenbahnstrecke sichern soll.

Im Jänner 2015 wurde über eine Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau der Eisenbahn zwischen Radkersburg und Gornja Radgona berichtet. Für den Bau dieser 2,85 km langen Eisenbahnstrecke mit einer 150 Meter langen Brücke über die Mur wurden Kosten von rund 20 Millionen Euro genannt.[2] Im Jänner 2016 wurde vom steirischen Landtag die Errichtung der Strecke formal beschlossen.[3]

S-Bahn Steiermark

Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 wird die Strecke als bezeichnet und ist somit Teil des Netzes der S-Bahn Steiermark.

Würdigung

Im Jahr 2010 gab die österreichische Post eine Sonderbriefmarke 125 Jahre Grenzlandbahn Spielfeld-Straß - Bad Radkersburg heraus.[4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Inland. (…) Eisenbahn Radkersburg–Spielfeld. In: Wiener Zeitung, Nr. 159/1885, 15. Juli 1885, S. 2, Mitte links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz.
  2. Die Weichen für die Bahn wurden gestellt. In: Kleine Zeitung. Ausgabe Südost, 15. Jänner 2015, abgefragt 20. Jänner 2015
  3. Bahnausbau Radkersburg-Slowenien beschlossen auf ORF Steiermark vom 20. Jänner 2016 abgerufen am 20. Jänner 2016
  4. Eintrag zu Radkersburger Bahn im Austria-Forum (als Briefmarkendarstellung) abgerufen am 28. Oktober 2012
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