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vom 26.04.2020, aktuelle Version,

Raimund Zoder

Grabstätte von Raimund Zoder

Raimund Zoder (* 20. August 1882 in Wien; † 26. März 1963 ebenda) war ein österreichischer Volkskundeforscher und Volksbildner.

Leben

Raimund Zoder war von 1901 bis 1931 im Schuldienst tätig. Daneben beschäftigte er sich mit dem Sammeln und der Pflege des Volkslieds, des Volkstanzes und der Volksmusik. Im Jahr 1902 veröffentlichte er seine erste Arbeit in der Zeitschrift Das neue Volkslied, die er später selbst leitete. Zoder gründete das Niederösterreichische Volksliedarchiv, darin sammelte er zahlreiche zuvor nicht aufgezeichnete Stücke. Neben Text, Melodie und historisch-kritischer Sortierung beschäftigte er sich auch mit der schriftlichen Fixierung ihrer Choreographie. Außerdem war er praktisch als Volksbildner tätig und hielt ab 1920 in Wien und in den Bundesländern Vorträge und Kurse. Im Jahr 1934 erhielt er den Berufstitel Professor. Im Jahr 1945 wurde er zum Lehrer in der Schulmusikabteilung der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst bestellt.[1]

Zoder wurde am Döblinger Friedhof (Gr. 3, R. 4. Nr. 10) in Wien begraben.

Schriften (Auswahl)

  • Der Warschauer. In: Volkskundliche Gaben. John Meier zum siebzigsten Geburtstage dargebracht, Berlin: de Gruyter 1934, S. 300–306.
  • Deutsches Volkstum in Volksschauspiel und Volkstanz, Berlin: de Gruyter 1938.
  • Volkslied, Volkstanz und Volksbrauch in Österreich, Wien: Doblinger 1950.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 75. Geburtstag von Raimund Zoder, Wiener Rathauskorrespondenz August 1957.