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vom 28.08.2017, aktuelle Version,

Regensburger Hütte

Regensburger Hütte
Regensburger Hütte
Lage Cislesalm; Südtirol, Italien; Talort: St. Christina in Gröden
Gebirgsgruppe Dolomiten
Geographische Lage: 46° 35′ 14,9″ N, 11° 45′ 30″ O
Höhenlage 2037 m s.l.m.
Regensburger Hütte (Südtirol)
Regensburger Hütte
Besitzer Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Erbaut 1888, 1980 umgebaut
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juni bis Mitte Oktober
Beherbergung 20 Betten, 70 Lager
Winterraum keinerdep1
Weblink www.rifugiofirenze.com

Die Regensburger Hütte (italienisch Rifugio Firenze in Cisles, ladinisch Utia de Ncisles) ist eine Alpenvereinshütte auf der Cislesalm in Gröden in den Südtiroler Dolomiten. Die im Naturpark Puez-Geisler gelegene Alm dient als Ausgangspunkt für Wanderungen und Klettertouren in der Geislergruppe und der Puezgruppe.

Namen

Die heute üblichen deutschen und italienischen Namen der Hütte beziehen sich auf die ursprünglich bzw. heute zuständige Sektion des Alpenvereins.

Geschichte

Die Regensburger Hütte wurde in den Jahren 1888/1889 durch die Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) erbaut. Es handelte sich um die erste Alpenvereinshütte in Gröden. Die Planung der Hütte erfolgte durch den Architekten Max Schultze, Fürstl. Thurn und Taxis'scher Oberbaurat aus Regensburg. Er trug die Kosten für den Bau, da der Sektion Regensburg für die Errichtung die finanziellen Mittel fehlten. 1906 übergab der Erbauer und Eigentümer die Hütte an die Sektion. 1921 wurde sie infolge des Ersten Weltkrieges durch Italien beschlagnahmt. Als Folge dessen wurde im Jahr 1930 die Neue Regensburger Hütte durch die Sektion Regensburg in den Stubaier Alpen erbaut.

Vor der Regensburger Hütte
Die Regensburger Hütte um 1900 mit Blick Richtung Langkofel.

Die alte Regensburger Hütte fiel letztlich an die CAI-Sektion Florenz, der sie anschließend unter neuem Namen (Rifugio Firenze) betrieb. 1980 wurde die Hütte zuletzt renoviert und umgebaut.

Zusammen mit 24 weiteren vom Staat enteigneten Schutzhütten ging die Regensburger Hütte 1999 in das Eigentum der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol über; mit Jahresende 2010 lief die Konzession zu deren Führung durch den CAI aus.[1][2] Seit 2015 wird das Land Südtirol bei der Verwaltung der Hütte (Vergabe an Pächter, Überwachung der Führung, Sanierungsmaßnahmen) durch eine paritätische Kommission unterstützt, in der neben der öffentlichen Hand auch der AVS und der CAI vertreten sind.[3]

Touren

Aufstieg

Übergänge

  • Von der Fermeda-Hütte (Rifugio Fermeda) in ca. 0,5 Stunden
  • Von der Brogleshütte (Rifugio Malga Brogles) über Weißbrunneck (Dosso di Fontana Bianca) und Mittag-Scharte (Forcella de Mesdì) (2.760 m) in ca. 3 Stunden
  • Puezhütte (Rifugio Puez) über Forcella Forces de Sielles (2.505 m) in 2,5 - 3 Stunden

Gipfel- und Tagestouren

Literatur

  • Festschrift zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum der Sektion Regensburg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Nationale Verlagsanstalt Buch und Kunstdruckerei, Regensburg 1895
  • Hüttenporträt – 75 Jahre Neue Regensburger Hütte. In: Panorama – Mitteilungen des Deutschen Alpenvereins, August 2006, S. 54–57, ISSN 1437-5923
  • Resi Perathoner: Mein Leben auf der Hütte – Siebzig Jahre Bewirtschaftung der Familie Perathoner. Nous, Stezzano 2010, ISBN 978-88-95781-25-9
  Commons: Regensburger Hütte  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Übergang der Schutzhütten: Basis für Führungskörperschaft gelegt. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Pressemitteilungen, 2. Oktober 2009, abgerufen am 30. Januar 2012.
  2. Schutzhütten. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Abteilung Vermögensverwaltung, abgerufen am 30. Januar 2012.
  3. Schutzhütten: Abkommen zwischen Land, CAI und AVS unterzeichnet. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Pressemitteilungen, 8. Juli 2015, abgerufen am 8. Juli 2015.
  4. Raphaela Moczynski: KOMPASS Wanderführer - Dolomiten 1 Grödental, Villnößtal, Seiser Alm, KOMPASS-Karten GmbH Innsbruck, 3. Auflage 2017, S. 56–58, ISBN 978-3-85026-953-7.