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vom 11.09.2018, aktuelle Version,

Rehlingen (Adelsgeschlecht)

Stammwappen
Grab derer von Rehlingen in der Stiftsbasilika von St. Peter in Salzburg
Epitaph derer von Rehlingen in der Klosterkirche von St. Peter in Salzburg

Die Rehlingen (bisweilen auch als Rechlinger bezeichnet) sind ein altes bairisch-salzburgisches Adelsgeschlecht, das ihren Stammsitz in Schernegg, der Gemeinde Rehling im Landkreis Aichach-Friedberg zugehörig, hatte. In ihrem Herkunftsland besteht heute noch ein Familienzweig des Patriziergeschlechts der Rehlinger.

Geschichte

Die Stammreihe des Geschlechts beginnt mit Ulrich Rehlinger, der urkundlich 1320 erwähnt und vor dem 30. April 1333 gestorben ist.[1]

Kaiser Karl V. bestätigte 1541 zu Regensburg den Gebrüdern Wolfgang und Bernhard Rechlinger den ihrem Vater Bernhard Rechlinger 1536 zu Innsbruck verliehenen rittermäßigen Adel. Gleichzeitig durften sie ihr Wappen mit dem des erloschenen Geschlechts der Wisspach vereinigen. Auch den Brüdern Daniel und Bernhard Wolfgang von Rechlinger wurden Adel und Wappen bestätigt, zugleich durften sie sich Rechlinger von Rechlingen nennen.

Ferdinand Gottlieb, Ludwig Franz, Johann Paris und Karl Heinrich von Rehlingen erhielten 1653 in Regensburg durch Kaiser Ferdinand III. eine Adelsbestätigung sowie eine Erneuerung des Prädikats, diesmal aber von Rehlingen.

Kaiser Leopold I. erhob 1665 in Salzburg die Gebrüder Raimund Ludwig Franz, Ferdinand Gottlieb, Johann Paris und Karl Heinrich von Rehlingen in den erblichen Reichsfreiherrenstand mit den Prädikaten zum Goldenstein, Radegg und Müllheim. Zudem wurde ihr Wappen mit dem der erloschenen Familie der Dietenhamer vereinigt und damit aufgewertet.

1709 wurden die Freiherren Raimund Dionysius und Franz Anton von Rehlingen zu salzburgischen Landleuten ernannt.

Die Relingen besaßen in Salzburg die Güter Radeck, Goldenstein, Mühlheim, Ursprung und Elsenheim. Das Stadtpalais der Rehlinger in Salzburg ist heute noch nach dieser Familie benannt. Die Familiengruft der Rehlinger befindet sich in der Stiftskirche von Kloster St. Peter in Salzburg.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Blau zwei aufsteigende silberne Spitzen, oben jeweils mit einer gold-besamten silbernen Rose. Auf dem Helm mit blau-silbernen Helmdecken zwei blaue Büffelhörner, je belegt mit einer silbernen Spitze mit Rose.

Bekannte Familienmitglieder

Julius Heinrich von Rehlingen-Radau, Augustinerchorherr und von 1723 bis 1732 Fürstpropst von Berchtesgaden.

Literatur

  • Siebmacher, Johann: Johann Siebmachers Wappen-Buch. Band 28. Die Wappen des Adels in Salzburg, Steiermark und Tirol. Faksimile-Nachdruck der Ausgabe Nürnberg 1701–1806. München: Battenberg. Bauer & Raspe: Neustadt an der Aisch, 1979.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XI, Band 122 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2000, ISSN 0435-2408, S. 258–260
  Commons: Rehlingen family  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XI