unbekannter Gast
vom 18.08.2017, aktuelle Version,

Rehlingen (Adelsgeschlecht)

Wappen der Rehliner von 1551 nach Siebmachers Wappenbuch
Wappen der Rehliner von 1665 nach Siebmachers Wappenbuch
Grab der von Rehlingen in der Stiftsbasilika von St. Peter in Salzburg
Epitaph der von Rehlingen in der Klosterkirche von St. Peter in Salzburg

Die Rehlingen (bisweilen auch als Rechlinger bezeichnet) sind ein altes bairisch-salzburgisches Adelsgeschlecht, das ihren Stammsitz in Schernegg, der Gemeinde Rehling im Landkreis Aichach-Friedberg zugehörig, hatte. In ihrem Herkunftsland besteht heute noch ein Familienzweig des Patriziergeschlechts der Rehlinger.

Geschichte

Kaiser Karl V. bestätigte 1541 zu Regensburg den Gebrüdern Wolfgang und Bernhard Rechlinger den ihrem Vater Bernhard Rechlinger 1536 zu Innsbruck verliehenen rittermäßigen Adel. Gleichzeitig durften sie ihr Wappen mit dem des erloschenen Geschlechts der Wisspach vereinigen. Auch den Brüdern Daniel und Bernhard Wolfgang von Rechlinger wurden Adel und Wappen bestätigt, zugleich durften sie sich Rechlinger von Rechlingen nennen.

Ferdinand Gottlieb, Ludwig Franz, Johann Paris und Karl Heinrich von Rehlingen erhielten 1653 in Regensburg durch Kaiser Ferdinand III. eine Adelsbestätigung sowie eine Erneuerung des Prädikats, diesmal aber von Rehlingen.

Kaiser Leopold I. erhob 1665 in Salzburg die Gebrüder Raimund Ludwig Franz, Ferdinand Gottlieb, Johann Paris und Karl Heinrich von Rehlingen in den erblichen Reichsfreiherrenstand mit den Prädikaten zum Goldenstein, Radegg und Müllheim. Zudem wurde ihr Wappen mit dem der erloschenen Familie der Dietenhamer vereinigt und damit aufgewertet.

1709 wurden die Freiherren Raimund Dionysius und Franz Anton von Rehlingen zu salzburgischen Landleuten ernannt.

Die Relingen besaßen in Salzburg die Güter Radeck, Goldenstein, Mühlheim, Ursprung und Elsenheim. Das Stadtpalais der Rehlinger in Salzburg ist heute noch nach dieser Familie benannt. Die Familiengruft der Rehlinger befindet sich in der Stiftskirche von Kloster St. Peter in Salzburg.

Bekannte Familienmitglieder

Julius Heinrich von Rehlingen-Radau, Augustinerchorherr und von 1723 bis 1732 Fürstpropst von Berchtesgaden.

Literatur

  • Siebmacher, Johann: Johann Siebmachers Wappen-Buch. Band 28. Die Wappen des Adels in Salzburg, Steiermark und Tirol. Faksimile-Nachdruck der Ausgabe Nürnberg 1701–1806. München: Battenberg. Bauer & Raspe: Neustadt an der Aisch, 1979.
  Commons: Rehlingen family  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien