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vom 27.03.2018, aktuelle Version,

Reichsgau Wien

Reichsgaue um 1941

Der Reichsgau Wien war einer von sieben nach dem Ostmarkgesetz zum 1. Mai 1939 gebildeten Reichsgauen des Deutschen Reichs im 1938 angeschlossenen Österreich und bestand aus dem am 15. Oktober 1938 gebildeten Groß-Wien bis 1945. Von 1939 bis 1942 wurden die sieben Reichsgaue im ehemaligen Österreich als Ostmark, ab 1942 als Alpen- und Donau-Reichsgaue bezeichnet, um jeglichen Bezug zum früheren Österreich zu beseitigen.

Geschichte

Der Parteigau der NSDAP für die Stadt Wien wurde 1926 gegründet. Wegen des Parteiverbots 1933 arbeitete die Partei bis 1938 illegal. 1939 entstand durch das Ostmarkgesetz der Reichsgau Wien. Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach übernahm ihn 1940, ab 1942 zusätzlich als Reichsverteidigungskommissar.

Die NSDAP-Gauleiter (ab 1939 gleichzeitig Reichsstatthalter des jeweiligen Reichsgaues), waren:[1]

Ostmark 1941: Reichsgaue, Land- und Stadtkreise

Stellvertreter des Gauleiters war SS-Brigadeführer Karl Scharitzer, Stellvertreter des Reichsstatthalters war Regierungspräsident Hans Dellbrügge.

Literatur

  • Wolfgang Mayer: Die nationalsozialistische Gebietsreform. In: Wien 1938. [Hg.und für den Inhalt verantwortlich Felix Czeike.] Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1978 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 2), S. 77 ff.

Einzelnachweise

  1. Gau Wien der NSDAP bei www.territorial.de
  2. Übersicht der NSDAP-Gaue, der Gauleiter und der Stellvertretenden Gauleiter zwischen 1933 und 1945