unbekannter Gast
vom 29.02.2016, aktuelle Version,

Reinhard Pitsch

Reinhard Pitsch (* 1953 in Wien) ist ein ehemaliger Unterstützer der linksextremistischen Terrororganisation Bewegung 2. Juni. Er war an der Entführung des österreichischen Unternehmers Walter Palmers im November 1977 beteiligt.

Er wurde im Mai 1977 als Student in Wien von den Terroristinnen Gabriele Rollnik, Inge Viett und Juliane Plambeck angeworben. Er trat zwar nicht in die „Bewegung 2. Juni“ ein, führte aber Hilfsdienste bei der Palmers-Entführung aus. Neben ihm waren mit Thomas Gratt und Othmar Keplinger zwei weitere Österreicher an der Entführung beteiligt. Nach seiner Verhaftung am 28. November 1977 wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt und vorzeitig nach drei Jahren und acht Monaten entlassen. Während seiner Haft und danach studierte er weiter[1] und ging anschließend nach Frankreich. Er lebt in Wien und Florenz.

Einzelnachweise

  1. 1988 Dr. phil. auf Basis der Dissertation Studien zum Tragischen und zum Pantragismus – ontologisch-ästhetische Untersuchungen auf der Basis der Methoden von Georg Lukács und Nicolai Hartmann. Wien, Univ., Diss., 1988, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.