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vom 06.05.2017, aktuelle Version,

Richard von Arnim

Richard Felix von Arnim (* 10. August 1831 in Gerswalde; † 30. Juli 1901 in Frankfurt an der Oder) war ein preußischer Offizier, Militärschriftsteller und Träger des Pour le Mérite.

Leben

Richard von Arnim entstammte der Gerswalder Linie dieses alten uckermärkischen Adelsgeschlechts. Er wurde am 10. August 1831 in Gerswalde geboren und starb am 30. Juli 1901 in Frankfurt an der Oder. Er wurde Berufsoffizier und diente, wie viele seiner Geschlechtsgenossen bei der preußischen Garde, und zwar beim 3. Garde-Regiment zu Fuß. Im Jahre 1866 nahm er als Hauptmann und Kompanie-Führer am Preußisch-Deutschen Krieg teil. Mit seinem Regiment kämpfte er in Böhmen und zeichnete sich besonders bei der Erstürmung einer Schanze bei Chlum aus. Sein Kommandeur, der preußische Oberst Knappe von Knappstaedt, schlug ihn deshalb König Wilhelm I. im September 1866 für die Auszeichnung mit dem Orden Pour le Mérite vor. Im Schreiben des Obersten an den König heißt es: „...Richard Felix v. Arnim, Hauptmann im 3. Garderegiment zu Fuß, hat seine Kompanie mit großem Bravour gegen die Schanze nördlich von Chlum geführt und 5 Geschütze genommen...“[1] König Wilhelm entsprach diesem Vorschlag und zeichnete Richard von Arnim mit dem Orden pour le merite aus. Richard von Arnim diente weiter als Berufsoffizier, bis er als Oberst verabschiedet wurde. Er war seit 1861 mit Magdalene von Keltsch und Riemberg (1841–1929) verheiratet und hatte mit ihr sieben Töchter.[2]

Werke

  • Erinnerungen an den Feldzug von 1866. Hannover: Helwing'sche Hofbuchhandlung, 1868[3]
  • Aus dem Tagebuche eines Kompagnie-Chefs. Versuch einer Methode die Kompagnie bei beschränkter Zeit und unter möglichst ungünstigen Verhältnissen, dennoch hinreichend im Tiraillement und Felddienst auszubilden. 1873
  • Der Bataillons-Commandeur im Kriege und Frieden. Verlag W. Greven, 1875
  • Die Schlachten-Taktik, sonst und jetzt. Neue militärische Zeit- und Streitfragen, Heft 6, 1881.

Einzelnachweise

  1. Gustav Lehmann: Die Ritter des Ordens pour le merite. Band 2, S. 472, Nr. 89.
  2. Genealogisches Handbuch des Adels Band A VIII, Seite 64, C.A. Starke-Verlag, Limburg 1966.
  3. online auf books.google.de, abgerufen am 27. Dezember 2014