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vom 13.03.2018, aktuelle Version,

Robert von Fleischhacker

Robert von Fleischhacker (* 9. November 1855 in Graz; † 31. August 1937 ebenda) war ein österreichischer Paläontologe, Anglist und Bürgermeister von Graz.

Leben

Fleischhacker wurde 1878 an der Universität Graz in Paläontologie zum Dr. phil. promoviert. Er war ein Schüler von Peters und von Rudolf Hoernes. Seine Dissertation behandelte Bivalven (Muscheln). 1878 war er, zusammen mit Vinzenz Hilber, kurzzeitig als Volontär an der Geologischen Reichsanstalt in Wien tätig. An der Universität Wien legte er die Lehramtsprüfungen für Französisch und Englisch ab. Im Zeitraum vom 4. November 1912 bis zum 15. Juni 1914 war Fleischhacker Bürgermeister von Graz. 1922 habilitierte er an der Universität Graz in Anglistik. 1928 wurde er dort zum tit. a. o. Professor für Anglistik ernannt.

Seit 1894 war er Mitglied des Corps Vandalia Graz.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Beschreibung einiger neuer Pelecypoden aus sarmatischen Schichten bei Wiesen. Dissertation, Universität Graz, 1878 (handschriftlich)
  • Das Vorkommen mariner Fossilien bei Gleichenberg. In: Verhandlungen der Geologischen Reichsanstalt 1878, S. 53 online (PDF; 246 kB)
  • Über neogene Cardien. In: Verhandlungen der Geologischen Reichsanstalt Wien 1878, S. 402–403 online (PDF; 323 kB)
  • als Hrsg.: Lanfrank's „Science of Cirurgie“. Berlin/New York/Philadelphia 1894; Neudruck New York 1975 (= Early English Text Society: Original Series, 102).

Literatur

  • Helmuth Zapfe: Index Palaeontologicorum Austriae. Supplementum (= Catalogus fossilium Austriae Heft 15a). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1987, ISBN 3-7001-0948-2, S. 162 online (PDF; 453 kB)

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1930, 52, 23.