unbekannter Gast
vom 04.04.2017, aktuelle Version,

Roman Fischer

Roman Fischer (* 3. August 1915 in Wien) ist ein österreichischer Fechter, Gewinner der österreichischen Staatsmeisterschaft und Olympiateilnehmer. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er deutscher Meister. Er focht für den Residenz Fechtclub Wien.

Erfolge

1934 und 1935 wurde Fischer zweiter, 1936 dritter bei den österreichischen Staatsmeisterschaften mit dem Degen. 1937 konnte er die Meisterschaften mit dem Florett gewinnen. Der Residenzfechtclub gewann zudem mehrere Medaillen in den 1930er-Jahren, die genaue Mannschaftsaufstellung ist jedoch nicht bekannt.[1]

Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin belegte er mit dem österreichischen Florettteam den vierten Platz hinter Italien, Frankreich und Deutschland. Im Degen schied er sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft in der ersten Runde aus.[2] Im folgenden Jahr gewann er im Herrenflorett zusammen mit Ernst Baylon, Kurt Ettinger, Josef Losert, Hans Lyon und Hugo Weczerek die Mannschafts-Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 1937 in Paris.[3]

Nach dem Anschluss Österreichs wurde Fischer Mitglied der SS, der auf Betreiben des Leiters des Reichssicherheitshauptamts Reinhard Heydrich, selber ein aktiver Fechter, zahlreiche erfolgreiche Fechter angehörten. 1938 holte er bei den deutschen Meisterschaften mit dem Florett den ersten Deutschen Meistertitel für die SS.[4]

Einzelnachweise

  1. Staatsmeister der letzten hundert Jahre. KAC Fechten, abgerufen am 17. Januar 2015.
  2. Roman Fischer in der Datenbank von Sports-Reference (englisch).
  3. Fechten - Weltmeisterschaften (Florett - Herren). sport-komplett.de, abgerufen am 17. Januar 2015.
  4. Berno Bahro: Die Zeit des Nationalsozialismus, in: Deutscher Fechter-Bund (Hrsg.), Andreas Schirmer (Red.): En Garde! Allez! Touchez! 100 Jahre Fechten in Deutschland - Eine Erfolgsgeschichte, Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2012. S. 44-53, hier S.51.