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vom 11.02.2017, aktuelle Version,

Rudolf Distelberger

Rudolf Distelberger (* 1937 in Steinakirchen am Forst; † 31. Juli 2011) war ein österreichischer Kunsthistoriker.

Leben

Rudolf Distelberger studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie in Wien und Rom, 1967 wurde er in Wien promoviert. Von 1963 bis 1970 arbeitete er beim Bundesdenkmalamt. Ab 1971 war er als Kurator in der Kunstkammer und der Geistlichen und Weltlichen Schatzkammer beim Kunsthistorischen Museum tätig, und war von 2000 bis Ende 2002 Direktor dieser Sammlungen. Distelberger war Experte für die Technik und Geschichte der Steinschneidekunst und der Goldschmiedekunst.

Distelberger war Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung und Lektor an der Universität Wien

Publikationen

  • Studien zur barocken Raum- und Deckendekoration in Mittelitalien bis Pietro da Cortona. Dissertation Universität Wien 1967.
  • mit anderen: Fürst Karl I. von Liechtenstein, Hofstaat und Sammeltätigkeit. Böhlau, Wien 1983.
  • Die Kunst des Steinschnitts. Prunkgefäße, Kameen und Commessi aus der Kunstkammer. Wilfried Seipel (Hrsg.), Ausstellung Dezember 2002 bis April 2003, Kunsthistorisches Museum, Wien 2002.[1]
  • Beitrag in: Rosemarie Lierke: Die Hedwigsbecher. Das normannisch-sizilische Erbe der staufischen Kaiser. Ruhpolding, Mainz 2005, ISBN 978-3-447-06028-8.
  • mit Manfred Leithe-Jasper: Kunsthistorisches Museum Wien. Band 1. Die Schatzkammer. 5. aktualisierte Auflage, Verlag C. H. Beck, 2009, ISBN 978-3-406-59178-5.
  • Beitrag in: Sabine Haag, Cornelia Holzach (Hrsg.), weitere Beiträge von Paulus Rainer, Thomas Kuster: Glanz der Macht. Kaiserliche Pretiosen aus der Wiener Kunstkammer. Folio Verlag, Wien-Bozen 2010, ISBN 978-3-85256-558-3.

Einzelnachweise

  1. Matthias Dusini: Kunst und Kasse, Falter 21. Mai 2003 (Memento vom 24. Mai 2008 im Internet Archive)