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vom 23.02.2017, aktuelle Version,

Rudolf Kopf

Rudolf Kopf (* 15. Mai 1890 in Altach, Vorarlberg, Österreich-Ungarn; † 18. November 1971 in Bregenz) war ein österreichischer Politiker (NSDAP, später VdU/FPÖ).

Leben

Kopf, der in Graz ein Jurastudium begann, nahm in Galizien und Südtirol am Ersten Weltkrieg teil. 1918 promovierte er an der Universität Innsbruck zum Dr. jur und trat im folgenden Jahr in den Dienst der Vorarlberger Landesregierung. Nach dem „Anschluss Österreichs“ wurde er Landesstatthalter der nationalsozialistischen Landesregierung, bis er 1940 als Verwaltungsbeamter nach Aussig im Sudetenland versetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von der französischen Besatzungsmacht im ehemaligen KZ-Außenlager Lochau interniert. 1949 leitete die Studentenverbindung Traungau Graz, der er seit 1912 angehörte, auf Verlangen des ÖCV ein Ausschlussverfahren ein, dem er mit seinem Austritt zuvorkam.

1949 war er Mitbegründer des VdU Vorarlberg, dessen Obmann er wurde. Im selben Jahr wurde Kopf in den Nationalrat gewählt und 1954 zum Landesrat ernannt. Diese Position besetzte er, ab 1956 für die VdU-Nachfolgerpartei FPÖ, bis 1959.

Literatur

  • Ulrich Nachbaur: cand. phil. Wilhelm Ender vulgo Ketsch (1881 bis 1918). Zum Leben und Nachleben eines »ewigen Studenten« (= Alemannia Studens. Mitteilungen des Vereins für Vorarlberger Bildungs- und Studenten-Geschichte. Band 11). Regensburg 2003, S. 126, Kurzlebenslauf von Rudolf Kopf in Fußnote 84 (Volltext [PDF; abgerufen am 23. Februar 2017]).