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vom 30.10.2016, aktuelle Version,

Rudolf Moest

Rudolf Moest (22. April 1872 in Karlsruhe28. April 1919 in Wien) war ein deutscher Opernsänger (Bass, Bariton).

Leben

Schon im jugendlichen Alter wurde man auf die Stimme Moests, der Sohn des Bildhauers Karl Friedrich Moest, aufmerksam, und war es zuerst Carl Speigler und später Fritz Plank, die ihn auf die Bühne wiesen. Er nahm Unterricht bei Carl Hermann und Franz Krückl und begann 1882 seine Bühnenlaufbahn in Straßburg, wo er als „Ruggiero“ in Jüdin debütierte und vier Jahre verblieb. 1896 trat er in den Verband des Hoftheaters in Hannover, dem er bis 1914 angehörte.

1900 absolvierte er im Juni ein Gastspiel am Opernhaus Frankfurt und im November am Hoftheater in Wien. 1909 war er „König Heinrich“ im Lohengrin und „Titurel“ im Parsifal bei den Bayreuther Festspielen. 1914 ging er an die Hofoper in Wien, wo er als „Hans Sachs“ in den Meistersingern großen Erfolg hatte. Gastspiele brachten ihn ans Hoftheater Karlsruhe (1902), an die Berliner Hofoper (1903–1910), nach Köln (1905–1908), nach von Dresden (1906), München und Stuttgart, an das Deutsche Theater Prag (1907, 1909) und Weimar.

An seinem Todestag sang er noch in Wien.

Seine Bassstimme ist auf Schallplatten der Marken Parlophon, Odeon und Pathé erhalten geblieben.

Moests Brüder waren der Bildhauer Hermann Moest und der Schauspieler Friedrich Moest.

Literatur

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Ludwig Eisenbergs Großem biographischen Lexikon der deutschen Bühne im 19. Jahrhundert, Ausgabe von 1903.
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