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vom 26.04.2018, aktuelle Version,

Rudolf Welser

Rudolf Welser (* 1. September 1939 in Ybbsitz) ist ein österreichischer Rechtswissenschaftler, Autor und Schriftsteller. Er leitet die Forschungsstelle für Europäische Rechtsentwicklung und Privatrechtsreform der Universität Wien.

Leben und Wirken

Rudolf Welser studierte in Wien Rechtswissenschaften, promovierte 1963 zum Dr. iur. und wurde Universitätsassistent an den Lehrkanzeln für zivilgerichtliches Verfahren und für bürgerliches Recht an der Universität Wien. Praktische Ausbildung bei Gericht und in der Rechtsanwaltschaft. 1970 Habilitation aus dem Fach bürgerliches Recht. Berufungen auf Lehrstühle der Universitäten Innsbruck, Linz und Wien. 1971 bis 2007 Ordinarius für bürgerliches Recht und Vorstand des Instituts für Zivilrecht der Universität Wien. 1981/82 und 1982/83 Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, 1988 bis 2007 Sprecher der Professorenkurie der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. 1975 bis 1980 Gastprofessor für Versicherungsrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 2007 Leiter der Forschungsstelle für Europäische Rechtsentwicklung und Privatrechtsreform der Universität Wien. Prof. Welser wirkte beim Bundesministerium für Justiz an der Schaffung zahlreicher zivilrechtlicher Gesetze mit, vor allem in den Bereichen Erbrecht und Gewährleistungsrecht.

Veröffentlichungen

Zusammen mit Helmut Koziol ist Rudolf Welser Verfasser des zweibändigen Standardwerks zum österreichischen Zivilrecht, des „Koziol/Welser“, Band I (14. Aufl., 2014) und II (14. Aufl., 2015). Weiters zirka 250 wissenschaftliche Arbeiten aus allen Bereichen des Privatrechts und Herausgeber der Veröffentlichungen der Forschungsstelle für Europäische Rechtsentwicklung und Privatrechtsreform. Er ist Verfasser von acht Büchern mit humoristischem Inhalt wie „Recht lustig“, „Käsegeruch ist erfahrungsgemäß unangenehm“, „Grammophon ist kein Vorname“, „Eier können nicht gefangen werden“, „Hafer für den Amtsschimmel“, „Hunde riechen nicht ums Eck“, „Quatsch wird nicht protokolliert“ und „Böses über die Juristen“. Mehrere Veröffentlichungen im Programm der Wiener Staatsoper. Zahlreiche Lesungen humoristischer Texte, Aufnahmen auf Schallplatte und CD, z. B. „Für Geistervertreibungen fehlt die gesetzliche Grundlage“. Vielfache Auftritte in Fernsehen und Rundfunk.

Auszeichnungen

Literatur

  • Günter Verdin: Der Lustige Mensch vom Juridicum, Salzburger Nachrichten 14. Juni 1986, VII
  • Rudolf Welser, in: Land schafft Wissen, Springer Wien New York (2013), 302ff, 336
  • Constanze Fischer-Czermak u. a., Rudolf Welser zum Geburtstag, in Festschrift für Rudolf Welser (2004) VI ff
  • Georg Weißmann, Zum 60. Geburtstag von o. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Welser, Festheft der Österreichischen Notariatszeitung, September 1999, 262 ff
  • Heinz Krejci, Rudolf Welser zum Geburtstag, MANZ, Wien 1999
  • Rudolf Welser, Rocnik Polskiej Akademii Umijętnóci, Rok 2012/2013, Kaków 2013, 116f

Einzelnachweise

  1. http://www.iku.edu.tr/TR/haberler_1.php?start=380&limit=10#111111154
  2. http://dir.uvvg.ro/dhc.html