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vom 04.11.2017, aktuelle Version,

Rudolf Wimmer (Manager)

Rudolf Wimmer

Rudolf Wimmer (* 11. April 1946) ist Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter der osb Wien Consulting GmbH, Professor für Führung und Organisation am Wittener Institut für Familienunternehmen an der Universität Witten/Herdecke sowie einer der Gründer des Managementzentrums Witten.

Leben

Rudolf Wimmer war nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, der Politikwissenschaft und der Philosophie in Wien als Universitätsassistent an der Universität Wien tätig. Er absolvierte mehrjährige Forschungsaufenthalte in Deutschland und den USA. Er habilitierte sich an der Universität Klagenfurt zum Thema Gruppendynamik und Organisationsberatung. Wimmer ist Gründungsmitglied der 1973 gegründeten österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik, inder er als Lehrberater und Lehrtrainer tätig ist.

Wimmer ist seit 1977 als freier Berater und Trainer tätig und seit 1988 Gesellschafter der OSB, Gesellschaft für systemische Organisationsberatung mbH in Wien, die er mitgegründet hat. Bis 2003 war er des Weiteren Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift Organisationsentwicklung. Von 1999 bis 2004 war Wimmer an der Universität Witten/Herdecke Inhaber des Lehrstuhls für Führung und Organisation und ist dort seit 2004 außerplanmäßiges Professor am selben Lehrstuhl. Am 2. Oktober 2012 bestätigte der Senat der Universität die Wahl von Wimmer zum neuen Vizepräsidenten der Universität Witten/Herdecke. Im Präsidium wird er die Aufgabe der strategischen Organisationsentwicklung wahrnehmen.[1]

Neben seiner Beratertätigkeit verfasste er Publikationen zu Themen der Organisationsberatung und der Strategieentwicklung auf der Grundlage der soziologischen Systemtheorie und forscht unter anderem zum Thema Familienunternehmen.

Themenschwerpunkte

Die Schwerpunkte in Wimmers Beratertätigkeit umfassen Fragen des General Management mit dem Schwerpunkt auf Strategieentwicklung, organisatorischem Wandel, Weiterentwicklung und Lernfähigkeit von Organisationen sowie Etablieren geeigneter Steuerungsformen. Im Einzelnen reicht dies von der strategischen Neupositionierung von Unternehmen als Ganzes über die Beratung im Fall von Generationswechseln in Familienunternehmen bis zur Verzahnung einzelner Bereiche eines Unternehmens mit dessen strategischer Zielsetzung Die Schwerpunktsetzung seiner Beratertätigkeit spiegelt sich auch in Wimmers Arbeit in Lehre und Forschung wider. Auf der Basis der Systemtheorie reflektiert Wimmer in seinen Veröffentlichungen Themen der Organisations- und Strategieentwicklung, des Managements und der Steuerung von Unternehmen sowie den Besonderheiten von Familienunternehmen. Es geht ihm um die Möglichkeiten, Grenzen und um eine angemessene Weiterentwicklung des Ansatzes der Organisationsentwicklung (OE-Ansatz).

Veröffentlichungen

Monografien

  • 1996: zusammen mit Ernst Domayer, Margit Oswald, Gudrun Vater: Familienunternehmen − Auslaufmodell oder Erfolgstyp? 2. erweiterte Auflage 2005. Gabler, Wiesbaden, ISBN 3-409-18875-4.
  • 1999: zusammen mit Reinhart Nagel, M. Oswald: Das Mitarbeitergespräch als Führungsinstrument. 4. Auflage 2004. Klett-Cotta, Stuttgart
  • 2004: Organisation und Beratung − Systemtheoretische Perspektiven für die Praxis. Erweiterte Auflage 2012. Auer, Heidelberg
  • 2005: zusammen mit Fritz B. Simon, Torsten Groth: Mehr-Generationen-Familienunternehmen. Auer, Heidelberg, ISBN 3-89670-481-8.
  • 2009: zusammen mit Reinhart Nagel: Systemische Strategieentwicklung. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Schäffer-Poeschel, Stuttgart

Aufsätze

  • 1995: Die Funktion des General Managements unter stark veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In: B. Heitger u.a. (Hrsg.): Managerie. Auer, Heidelberg, S. 74−117
  • 1995: Wozu benötigen wir Berater? Ein aktueller Orientierungsversuch aus systemischer Sicht. In: G. Walger (Hrsg.): Formen der Unternehmensberatung. Schmid, Köln, S. 239−283
  • 1999: Die Zukunft von Organisation und Beschäftigung. Einige Thesen zum aktuellen Strukturwandel von Wirtschaft und Gesellschaft. In: Organisationsentwicklung Heft 3, S. 26–41
  • 2000: zusammen mit Reinhart Nagel: Der strategische Managementprozess: Zur Praxis der Überlebenssicherung in Unternehmen. In: Organisationsentwicklung Heft 1, S. 4−19.
  • 2002: Aufstieg und Fall des Shareholder Value Konzeptes. In: Organisationsentwicklung Heft 4
  • 2004: OE am Scheideweg. Hat die Organisationsentwicklung ihre Zukunft bereits hinter sich? In: Organisationsentwicklung Heft 1
  • 2009: Führung und Organisation − zwei Seiten ein und derselben Medaille. In: Revue für postheroisches Management, Heft 4, S. 20−33
  • 2010: Systemische Organisationsberatung − jenseits von Fach- und Prozessberatung. In: Revue für Postheroisches Management, Heft 7, S.88−103
  • 2011: Die Steuerung des Unsteuerbaren. In: Bernhard Pörksen (Hrsg.): Schlüsselwerke des Konstruktivismus. VS Verlag, S. 520−547
  • 2012: Die neuere Systemtheorie und ihre Implikationen für das Verständnis von Organisation, Führung und Management. In: Johannes Rüegg-Stürm, T. Bieger (Hrsg.): Unternehmerisches Management – Herausforderungen und Perspektiven, Festschrift für Peter Gomez. Haupt, Bern, ISBN 978-3-258-07770-3, S. 7−65
  • 2013: Die Bewältigung der Wirtschaftskrise als Führungsaufgabe. Organizational Resilience und Familienunternehmen. Teil 1, Heft 2; Teil 2, Heft 3. In: Konflikt Design, 2. Jahrgang

Herausgeberschaft

  • 1992: Organisationsberatung. Neue Wege und Konzepte. Gabler, Wiesbaden
  • 2009: zusammen mit Jens Meissner, Patricia Wolf (Hrsg.): Praktische Organisationswissenschaft. Lehrbuch für Studium und Beruf. Auer, Heidelberg, ISBN 3-89670-680-2.
  • 2014: zusammen mit Katrin Glatzel, Tania Lieckweg: Beratung im Dritten Modus. Die Kunst, Komplexität zu nutzen. Auer, Heidelberg, ISBN 978-3-8497-0035-5.

Einzelnachweise

  1. Homepage Universität Witten/Herdecke, abgerufen am 4. Oktober 2012