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vom 13.07.2019, aktuelle Version,

Rupertus-Kreuz

Rupertus-Kreuzes in der Pfarrkirche von Bischofshofen

Das Rupertus-Kreuz ist ein Prozessionskreuz aus dem Ende des 7. Jahrhunderts oder Anfang des 8. Jahrhunderts[1] wahrscheinlich aus einer Werkstatt in Northumbria in England. Das Kreuz kam unter dem Bischof Virgil nach Salzburg und gehört zur Pfarrkirche hl. Maximilian in Bischofshofen im Land Salzburg.

Das Rupertus-Kreuz ist ein 158 cm großes und aus dem Holz des Berg-Ahorn gefertigtes Griechisches Kreuz, das auf einem Ständer steht. Es war mit vergoldetem und getriebenem angenageltem Kupferblech verkleidet, wovon nur noch Reste vorhanden sind. Das Blech ist mit getriebenen Pflanzenranken und Tiermotiven verziert. Als Schmuck hatte das Kreuz ursprünglich 38 Emailscheiben, von denen nur noch neun vorhanden sind.[2][3] Wegen seiner geschwungenen Enden wird es auch als Schaufelkreuz bezeichnet. Von der Gesamtform her sieht es dem Desiderus-Kreuz (Brescia, vor 774) sehr ähnlich.

1998 wurde bei Grabungen des Salzburg Museums mit der Archäologin Eva Maria Feldinger in der Pfarrkirche Bischofshofen ein Stück Kupferblech des Kreuzes gefunden.[4]

Das Original wird im Dommuseum Salzburg ausgestellt, eine Kopie des Kreuzes findet sich im Museum am Kastenturm in Bischofshofen bzw. hängt in der Pfarrkirche von Bischofshofen von der Decke herunter.

  Commons: Rupertkreuz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nach Datierung von Bierbrauer; Datierung von Topic Mersmann ist 2. Hälfte 8. Jh.
  2. Heinz Dopsch: Rupertus-Kreuz Heinz Dopsch, 1982
  3. Volker Bierbrauer: Das Rupertuskreuz aus Bischofshofen Volker Bierbrauer, 1985
  4. Archäologin des SMCA macht sensationelle Entdeckung zum berühmten Rupertus-Kreuz aus Bischofshofen (Memento des Originals vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.salzburgmuseum.at Salzburg Museum, 2003