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vom 08.05.2017, aktuelle Version,

Salzburger Wehrgeschichtliches Museum

Österreichische Kürassiere um 1800
Österreichische Husaren um 1780
Spotttuch auf Napoleon (Herrenschnupftuch) um 1812 von den Engländern auf den Markt gebracht
Österreichische Vorderlader kanone um 1750 (Kopie)
SWGM Erinnerungsplakette k.u.k. Feldhaubitzenregiment 15

Das Salzburger Wehrgeschichtliche Museum (SWGM) in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim zeigt in seiner Ausstellung Objekte aus zweitausend Jahren Wehrgeschichte. Neben Uniformen, Ausrüstungsgegenständen, Orden und Ehrenzeichen sind es vor allem Waffen und Munition aus den verschiedensten Bereichen und Epochen.

Alle Mitarbeiter arbeiten auf ehrenamtlicher Grundlage. Die Museumsräume wurden aufgrund eines Prekariums (= Bittleihvertrag zur widerruflichen Nutzung von Liegenschaften des Bundes) zur Verfügung gestellt.

Der volle Vereinsname lautet Wehrgeschichtliche Forschung – Salzburger Wehrgeschichtliches Museum. In Verfolgung dieses zweiten Aufgabengebietes haben Vereinsmitglieder zahlreiche wehrgeschichtliche Publikationen veröffentlicht.[1]

Ausstellungen

Eigene Ausstellungen

Es beginnt mit dem Gladius eines römischen Legionärs und geht über verschiedenste alte Blankwaffen, Steinschlosspistolen und Gewehre bis zu den Waffen des Ersten Weltkrieges und der Gegenwart.

Weitere Themenbereiche des Museums betreffen das Österreichische Bundesheer einschließlich der aktuellen Maßnahmen zur Friedenserhaltung aufgrund von UN-Beschlüssen, die Militärgeschichte Salzburgs, das Militär in der k.u.k. Monarchie und das Bundesheer in der ersten Republik. Dazu wird alles gesammelt, präsentiert und dokumentiert, was damit zu tun hat: Bücher, Bilder, Uniformen, alte und neue Waffen, Landkarten, Munition, Vorschriften, Großgeräte wie Panzer, Kanonen und Fahrzeuge, Medien, Ausrüstung, Dokumente und vieles mehr – insgesamt weit über 11.000 Objekte. Im Außengelände sind Großgeräte des Bundesheeres aus den vergangenen Jahrzehnten zu sehen.

Darüber hinaus sind noch viele andere Ausstellungsobjekte zu besichtigen. Darunter befinden sich seltene Urkunden, wie der Trachtenberger Kriegsplan des österreichischen Generalstabschefs Josef Graf Radetzky, eine absolute Rarität aus militärhistorischer Sicht.

Daneben verfügt das Museum über eine umfangreiche Sammlung alter Bilder, Landkarten und einzigartiger Fotografien, sowie eine auch für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugängliche und nutzbare Bibliothek.

Im jährlichen Wechsel werden Sonderausstellungen gezeigt (Auszug):

  • 2017: Maria Theresia – Kämperische Regentin in bewegten Zeiten.
  • 2016: 1816 – Schicksalsjahr für Salzburg. Säbelrasseln an Salzburgs Grenzen.
  • 2015: Von der Besatzungszeit zu den Internationalen Einsätzen – Das ÖBH im Wandel der Zeit.

Externe Ausstellungen

Ergänzend zur eigenen Ausstellung hat das SWGM an verschiedenen Ausstellungen mitgewirkt, so z. B. an

  • „Salzburg 1945 bis 1955: Zerstörung und Wiederaufbau“ (Museum Carolino Augusteum, 1995),
  • „40 Jahre Bundesheer – vom Exerzierplatz in den Einsatz 1956“ (1996),
  • „Die vergessene Schlacht im Jahre 1800: Militärisches Großereignis vor den Toren Salzburgs“ (2000),
  • „Salzburger Militär einst und jetzt – Militärwesen vom Fürsterzbistum bis in die Gegenwart“ (2004),
  • „1809 – Napoleons Armee vor Salzburg – Der schwere Weg vom Fürsterzbistum zum Kronland“ (2009),
  • „Österreich und die Völkerschlacht von Leipzig 1813“ (2013 gemeinsam mit dem Museum Torhaus Markkleeberg),
  • „Salzburger Soldatenschicksale im Ersten Weltkrieg“ (2014/15 in der Bachschmiede).

Vereinsgeschichte

Das Salzburger Wehrgeschichtliche Museum wird von einem 1992 gegründeten Museumsverein getragen. Die Gründung des Museumsvereins für das SWGM wurde durch den damaligen Militärkommandanten von Salzburg, Generalmajor Engelbert Lagler, angeregt. Von 1996 bis 2014 war das Museum mit Ausstellungs- und Archivräumen in Räumlichkeiten der ehemaligen Kaserne Riedenburg in Salzburg untergebracht. Seit 2003 leitet Oberst Kurt A. Mitterer das Museum.

Literatur

  • 2000 Jahre Wehrgeschichte – Von den Römern bis ins 21. Jahrhundert. Museumsflyer 2015.
  • Kurt Mitterer: Das Wehrgeschichtliche Museum in Salzburg. In: Bastei – Magazin des Stadtvereins Salzburg, Frühjahr 2012, S. 24.

Einzelnachweise

  1. Publikationen auf der Seite des Wehrgeschichtlichen Museums, abgerufen am 15. März 2015