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vom 11.05.2018, aktuelle Version,

Schloss Kirchberg an der Raab

Schloss Kirchberg an der Raab, Gez. v. Kuwasseg, 1830
Schloss Kirchberg

Schloss Kirchberg befindet sich im Ort Kirchberg an der Raab, einer Gemeinde in der Steiermark im Südosten Österreichs.

Besitzer des Schlosses

  • Der Feldmarschall Sigbert Graf Heister erwarb 1696 die Herrschaft Kirchberg an der Raab vom gräflichen Adelsgeschlecht derer von Steinpeiss zu Aichberg und Kirchberg an der Raab.[1] 1704 ließ er durch italienische Baumeister[2] das heutige Schloss an der Stelle des alten Tabors errichten.[3]
  • Nach Besitzübertragung an die Grafen Katzianer wurde der Besitz im Jahre 1821 versteigert und kam an Fürst Johann I. Josef von und zu Liechtenstein. [4]
  • Hundert Jahre später (1921) kaufte Alois Lenz das Schloss.[4] Er plante hier ein Sanatorium einzurichten, doch kam es nicht dazu. Schloss Kirchberg ging in Gemeindebesitz über und diente als Schule.
  • 1955 kaufte Wolfgang Fikentscher das Gebäude.[4]
  • 1967 erwarb Dr. Elisabeth Haugeneder-Koschatzky das bereits schwer vernachlässigte Schloss und unterzog es einer Generalsanierung.
  • Schloss Kirchberg wurde 1972 erneut saniert und befindet sich nun im Besitz ihrer Tochter, Mag. Phil. Marie Therese Gräfin Herberstein.[4]
  • In der jüngeren Vergangenheit fanden in Schloss Kirchberg, das nach dem österreichischen Autor und Denkmalpfleger Georg Clam Martinic als eines der schönsten Barockschlösser der Steiermark gilt[4], immer wieder Schlosskonzerte, internationale Musiktage und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

Bauwerk

Der Bau ist gestreckt, zweigeschossig und hufeisenförmig. Er weist Mittelrisaliten auf. Das Bauwerk war ursprünglich großzügig gebaut worden. Beispielsweise zeigte es einen Ehrenhof, welcher umbaut war von zwei Seitenflügeln. Dazu waren vier Türme, Basteien, Gärten und Teiche erkennbar. Heute jedoch zeugt nur noch der Mitteltrakt von der ehemaligen Erhabenheit des Bauwerks. Fresken- und Stuckverzierungen befinden sich im Inneren des Baus, ebenso wie der Hauptsaal mit Gemälden an Stuck und Decken, welche im 20. Jahrhundert übermalt wurden. [4]

Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn (Hrsg.): Dehio Steiermark (ohne Graz). Schroll, Wien 1982, ISBN 3-7031-0532-1, S. 221222.
  • Georg Clam Martinic: Burgen und Schlösser in Österreich – von Vorarlberg bis Burgenland; Verlag A und M, St. Pölten/Wien/Linz 1991, 506 Seiten (Online)

Einzelnachweise

  1. Gemeinde Kirchberg an der Raab: Geschichtliches. In: https://www.kirchberg-raab.gv.at. Gemeinde Kirchberg an der Raab, 11. Mai 2018, abgerufen am 11. Mai 2018 (deu).
  2. Neues Archiv für Geschichte, Staatskunde, Literatur und Kunst, Zweyter Jahrgang, 12. März 1830, abgerufen am 17. April 2012
  3. Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, 1829, S. 35, abgerufen am 17. April 2012
  4. 1 2 3 4 5 6 Georg Clam Martinic: Burgen und Schlösser in Österreich – von Vorarlberg bis Burgenland. Verlag A und M, St. Pölten/Wien/Linz 1991, S. 332.