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vom 11.06.2017, aktuelle Version,

Schloss Krastowitz

Schloss Krastowitz, von Südwesten gesehen

Schloss Krastowitz ist ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes, im 19. Jahrhundert historisierend umgestaltetes Schloss im Nordosten von Klagenfurt am Wörthersee.

Geschichte

Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Die ersten bekannten Besitzer waren Johann von Schoberg und seine Gattin Maria Barbara von Kulmer. Ihr Doppelwappen von 1714 befand sich früher an der Nordwand des Schlosses. Unter Freiherr von Reyer wurde es im 19. Jahrhundert in seine heutige, historisierende Gestalt umgebaut. 1957 kam das Schloss in den Besitz der Kärntner Landwirtschaftskammer und beherbergt heute das Bildungshaus der Kammer. 1964 wurde nordseitig ein Schulungsgebäude angebaut.

Baubeschreibung

Das Schloss ist ein dreigeschossiger Bau über einem rechteckigen Grundriss. An der westseitigen Eingangsfront ist ein Torturm mit Pyramidenhelm vorgebaut. Über dem Portal befindet sich eine Inschriftentafel von 1714, am Turm das Wappen des Freiherrn von Sterneck. Im Hauptgeschoss sind die hohen Fenster von Pilastern und Dreiecksgiebeln umrahmt. Die Fenster des Obergeschosses besitzen einen Rundbogenabschluss mit horizontaler Giebelplatte. Unter der Dachzone verläuft ein Konsolenfries.

An der Ostseite befinden sich im Erdgeschoss dreiteilige Pfeilerarkaden, die mit sieben Säulen eine offene Säulenloggia tragen.

Das Moor

Das Moor bei Schloss Krastowiz

Neben dem Schloss befindet sich auch noch das Moor. Es wird von vielen Personen auch als Teich bezeichnet dies ist jedoch falsch! Das Moor entstand ca 1700 und ist bis heute berüchtigt. Das Schloss wurde auf dem feuchten Moorboden errichtet und wie durch ein Wunder steht es bis heute noch. Auf der Rückseite des Moor -kerns ist das Gehen sehr schwer da man einsinkt! Das Baden im Moor wird nicht empfohlen!

Sonstiges

Vor dem Schloss eine 2001 errichtete Statue von Hans Kudlich

Belege

  • Siegfried Hartwagner: Klagenfurt Stadt (= Österreichische Kunstmonographie, Band X). Verlag St. Peter, Salzburg (Nachdruck 1994, ohne ISBN), Seite 105.
  • Dehio-Handbuch Kärnten. 3. Auflage. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, Seite 427.
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