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vom 24.08.2017, aktuelle Version,

Schloss Pux

Ansicht von Schloss Alt-Pux nach Vischer

Schloss Pux liegt in der Ortschaft Pux (Gemeinde Teufenbach-Katsch) in der Steiermark. Es diente den Puxern und ihren Erben, den Pranckh als Stammsitz. Noch heute befindet es sich in deren Privatbesitz. Sein gegenwärtiges Erscheinungsbild stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Karte: Steiermark
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Schloss Pux
Steiermark

Lage

Die Anlage befindet sich direkt oberhalb des Ortes Pux, weithin sichtbar auf einer Geländekante des Puxberges angelegt, auf einer Höhe von 790 Meter über Adria. Unterhalb am Nordhang verlief ursprünglich ein alter Römerweg zwischen Katsch und Pux.

Geschichte

Das Schloss ist vermutlich zeitgleich mit dem Wehrbau Puxer Luegg um die Mitte des 11. Jahrhunderts entstanden. Mit dem Zunamen Pux wurde erstmals Heinrich Pris von Pux (1105–1165) urkundlich erwähnt, welcher Nachkomme der Hemma-Askuin-Sippe war, die sich Pux (Puchs, auch Pris) nannten, bevor sie sich in Krain niederließen und den Namen Weichselberg annahmen.[1]

Im Jahre 1298 erfolgte die Vermählung zwischen Friedrich von Pranckh und der Erbtochter Anna von Pux, welche ihr Wappen, Besitztümer in der Steiermark und in Kärnten, sowie den zukünftigen Sitz der Pranckher in die Ehe miteinbrachte.[2][3]

Deren Stammsitz auf Schloss Pranckh wurde jedoch erst 1425 in das obere Murtal nach Pux verlegt.[4] Im Jahre 1673 wurde von Karl Ludwig von Pranckh die Familienfideikommiss Pux errichtet.

Vom alten Schloss ist heute noch der Wohntrakt erhalten, welcher im Mittelalter als Getreidespeicher diente. Nachdem das Schloss in der Weihnachtsnacht von 1779 einem Brand zum Opfer fiel, wurde das Schloss in seiner aktuellen Form 1911 neben den Ruinen neu erbaut.[5] Zwischenzeitlich ließ man am Fuße des Puxberges ein Herrenhaus erbauen.

Südlich am Schlossberg befindet sich die alte Schlosskapelle zu Ehren des hl. Ägydius, in welcher die Familiengruft derer von Pranckh liegt. Die Fresken an Decken und Wänden stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die Sakristei ist mit 1549 und der Altar mit 1676 datiert. Der Grundriss ist ein spätromanischer Rechteckraum mit typischem Chorquadrat.

Literatur

  • Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark, Graz 1961, Seite 500ff;
  • Kurt Woisentschläger, Peter Krenn: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Steiermark: (ohne Graz). Hrsg.: Bundesdenkmalamt. Anton Schroll & Co, Wien 1982, ISBN 3-7031-0532-1, S. 383.
  • Martinic Georg Clam: Österreichisches Burgenlexikon, Landesverlag, 1991

Einzelnachweise

  1. Archäologieland Steiermark, Archäologieland Steiermark - Murau
  2. Adelshistorisch: zur Verbindung vgl. Hochfreies Geschlecht der Herren von Weichselberg
  3. Stiftung Seeau, Pranckh zu Pux
  4. Werner Hammerl, Pranckh
  5. Austria-Forum Schloss Pux