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vom 25.03.2017, aktuelle Version,

Schwarzensteinhütte

Schwarzensteinhütte
Schwarzensteinhütte
Lage Tribbachsattel; Südtirol, Italien; Talort: St. Johann
Gebirgsgruppe Zillertaler Alpen
Geographische Lage: 47° 0′ 38,2″ N, 11° 53′ 19″ O
Höhenlage 2922 m s.l.m.
Schwarzensteinhütte (Südtirol)
Schwarzensteinhütte

Besitzer Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Erbaut 1894
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Ende Juni - Ende September,
Anfang März - Anfang Mai
Beherbergung 30 Betten, 40 Lager
Winterraum keinerdep1
Weblink www.schwarzensteinhuette.com
Hüttenverzeichnis ÖAV

Die Schwarzensteinhütte (italienisch Rifugio Vittorio Veneto al Sasso Nero) ist eine Schutzhütte im Südtiroler Teil der Zillertaler Alpen. In dieser Gebirgsgruppe ist sie mit einer Höhe von 2922 m s.l.m. die höchstgelegene Hütte.

Geschichte

Die Sektion Leipzig des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins beschloss am 25. Mai 1893 den Bau dieser Hütte, die zwei Jahre später, am 8. August 1895 eröffnet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Schwarzensteinhütte vom italienischen Staat enteignet und eine Zeitlang militärisch genutzt. Anschließend wurde sie dem CAI übergeben, der sie zuerst von seiner Hüttenkommission (C.C.R.A.A.) verwalten und ab 1926 von der Sektion Vittorio Veneto bewirtschaften ließ. Von kleineren Modernisierungen abgesehen haben an der Hütte bis heute keine größeren Veränderungen stattgefunden.[1] Die im Zweiten Weltkrieg beschädigte Hütte wird seit 1973 wieder bewirtschaftet, nachdem sie ab 1964 wieder einige Jahre unter Militärkontrolle gewesen war.

Zusammen mit 24 weiteren vom Staat enteigneten Schutzhütten ging die Schwarzensteinhütte 1999 in das Eigentum der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol über; mit Jahresende 2010 lief die Konzession zu deren Führung durch den CAI aus.[2][3] 2011 beschloss die Landesregierung aufgrund des schlechten baulichen Zustandes den Abriss und die Neuerrichtung der Hütte.[4] Seit 2015 wird das Land Südtirol bei der Verwaltung der Hütte (Vergabe an Pächter, Überwachung der Führung, Sanierungsmaßnahmen) durch eine paritätische Kommission unterstützt, in der neben der öffentlichen Hand auch der AVS und der CAI vertreten sind.[5]

2016 begannen die Bauarbeiten an der neuen Schwarzensteinhütte, die erhöht über der alten auf etwa 3030 m verwirklicht wird.[6]

Anstiege

Übergänge

Vom Schutzhaus aus sind folgende Übergänge möglich:

Gipfel (Auswahl)

Literatur und Karte

  Commons: Schwarzensteinhütte  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hanspaul Menara: Südtiroler Schutzhütten. 2. Auflage. Athesia, Bozen 1983, ISBN 88-7014-017-2, S. 155.
  2. Übergang der Schutzhütten: Basis für Führungskörperschaft gelegt. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Pressemitteilungen, 2. Oktober 2009, abgerufen am 30. Januar 2012.
  3. Schutzhütten. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Abteilung Vermögensverwaltung, abgerufen am 30. Januar 2012.
  4. Schutzhütten: Landesregierung gibt Projekte für Neubau in Auftrag. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Pressemitteilungen, 4. April 2011, abgerufen am 30. Januar 2012.
  5. Schutzhütten: Abkommen zwischen Land, CAI und AVS unterzeichnet. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Pressemitteilungen, 8. Juli 2015, abgerufen am 8. Juli 2015.
  6. Winterpause auf der Schwarzensteinhütte. Südtirol Online, 25. Oktober 2016, abgerufen am 25. Oktober 2016.