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vom 22.11.2017, aktuelle Version,

Seff Heil

Seff Heil, eigentlich Josef Heil (* 29. April 1929 in Alt Sattl, Tschechoslowakei; † 21. Januar 2000 in Amberg[1]), war ein deutscher Volkstumspfleger und -kundler des historischen Egerlandes, Autor und Herausgeber.

Leben

Josef Heil besuchte zunächst in seinem Geburtsort die Volksschule und danach die Bürgerschule in Falkenau an der Eger. 1943 begann er eine Elektrikerlehre bei der Verwertungsgesellschaft Montanindustrie mbH (ab 1944 Montan-Industriewerke GmbH), wurde aufgrund des andauernden Weltkriegs als 15-Jähriger dann aber zum Wehrdienst herangezogen.

Nach Kriegsende floh er Ende 1945 aus Furcht vor Zwangsarbeit in tschechoslowakischen Bergwerken nach Bayern, wo er von 1948 bis 1950 in Naring bei München seine Elektrikerlehre nachholte und abschloss. 1957 heiratete er Lore Holl, mit der er später drei Töchter bekam und zog in seine Wahlheimat Sulzbach-Rosenberg. 1958 absolvierte er in Bremen die Meisterprüfung und war fortan als Elektrikermeister und Abteilungsleiter bei der Firma Elektro Grasser in Amberg tätig.

Ehrenamtlich engagierte er sich seit seiner Übersiedelung nach München in mehreren sudetendeutschen Kulturvereinen. Unter anderem war er Mitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft sowie im Vorstand des Bundes der Eghalanda Gmoin (von 1989 bis zum Tod als Bundesvorsteher[2]) und im Präsidium des Oberpfälzer Kulturbundes aktiv. Für sein kulturelles Engagement erhielt er mehrere Auszeichnungen.[3]

Publikationen

  • Ländliche Spruchweisheiten aus dem Egerland und der Oberpfalz; Eigenverlag, Sulzbach-Rosenberg [1982?][4]
  • Egerländer Hochzeitsbräuche um 1820; Eigenverlag, Sulzbach-Rosenberg [1982?][4]
  • Die Egerländer und Oberpfälzer im baierischen Nordgau : Geschichte – Erneuerung – Erhaltung (Festvortrag anlässlich des 24. Bayer. Nordgautages am 5. Juni 1982 in Neumarkt); In: Die Oberpfalz, 70. Jg., 1982, Heft 9 und 10.[4]
  • Egerländer Tanzfibel (als Josef Heil; Bd. 33 der Bücher der Egerländer); Egerland-Verlag, Geislingen an der Steige 1963.[5] (Illustration: Anton Schönecker)
  • Der Liederschatz des Egerlandes (4 Bände); herausgegeben zusammen mit Albert Brosch, Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender, Sulzbach-Rosenberg 1986.[6]
  • Rund um den Wastl : eine Auswahl ernster und heiterer Erzählungen und Gedichte / von einer Vielzahl von Autoren aus Stadt und Kreis Falkenau an der Eger. Heimatverband der Falkenauer, Schwabach 1987.[4] (Illustration: Anton Schönecker)
  • Ein Wort oft nur … : Gedichte und Erzählungen. Bund der Eghalanda Gmoin, Marktredwitz 1999.[4]

Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige
  2. Seff Heil auf der Website zum Egerland-Brunnen.
  3. Ingrid Pimpl: Seff Heil – Lebenslauf, Geschichte der Sudetendeutschen Jugend.
  4. 1 2 3 4 5 Literatur von Heil, Seff (1) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  5. Literatur von Heil, Josef im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  6. Literatur von Heil, Seff (2) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek