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vom 16.03.2016, aktuelle Version,

Seff Weidl

Quintilla, 1966, Böblingen
Mutter Colonia am Nordeingang zum Spanischen Bau des Kölner Rathaus [1]

Seff Weidl (* 25. Juni 1915 in Eger; † 17. Dezember 1972 in Inning a.Ammersee; eigentlich Josef Weidl) war ein sudetendeutscher Bildhauer, Zeichner und Grafiker.

Leben

Weidl studierte von 1936 bis 1938 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Im Anschluss ging er nach Frankreich und Italien. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in Gefangenschaft. Nach seiner Heimkehr und der Vertreibung aus dem Sudetenland fand er im oberbayerischen Kurort Kreuth eine neue Heimat und begann dort als freischaffender Künstler zu arbeiten.

1968 zog Weidl mit seinem Atelier nach Unterhaching und schließlich 1971 nach Inning am Ammersee.

Ausstellungen

Seine Werke stellte Seff Weidl erstmals 1948 beim Kunstverein Stuttgart aus. Es folgten 1950, 1952 und 1955 Sonderausstellungen in der Kleemann Gallery in New York, 1951 in der Neuen Galerie Linz, 1952 in der Düsseldorfer Galerie Vömel Düsseldorf und 1953 in der Städtischen Galerie München. Anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers gibt es vom 17. Januar bis 7. Februar 2016 in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel in Regensburg eine Sonderausstellung zum Thema abstrakte Figuration.[2]

Werke (Auswahl)

Auszeichnungen

  • 1955: Förderpreis für Bildende Kunst der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Literatur

  • Ehrtfried Böhm (Texte), Reinhold Lessmann (Fotos): neue plastik in hannover / Kunstsinn, Mäzenatentum, Urbane Ästhetik / Ein Beispiel im Spiegel zweier Jahrzehnte, Steinbock-Verlag, Hannover 1967, S. 51, 84 u.ö.
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Einzelnachweise

  1. Peter Fuchs: Das Rathaus zu Köln. Geschichte, Gebäude, Gestalten. Erweiterte Neuausgabe Auflage. Greven Verlag, Köln 1994, ISBN 3-7743-0283-9, S. 151.
  2. Seff Weidl und die abstrakte Figuration (Sonderausstellung 2016). Abgerufen am 13. Januar 2016.
  3. Ehrtfried Böhm (Texte), Reinhold Lessmann (Fotos): neue plastik...