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vom 18.05.2017, aktuelle Version,

SensorDynamics

SensorDynamics
Rechtsform AG (bis 2011)
Gründung 2003
Auflösung 2011
Sitz Lebring nahe Graz, Österreich
Mitarbeiter 130 (2011)
Branche Elektronik

Die SensorDynamics AG war ein österreichisches Halbleiterunternehmen, das sich auf Sensorlösungen für den Automobil-, Industrie- und High-End-Konsumgütermarkt spezialisierte. SensorDynamics entwickelte und vertrieb kundenspezifische Produkte und Standardprodukte für Applikationen im Bereich Fahrzeugstabilisierung, Insassenschutz, Navigationssysteme, Keyless Go-Systeme sowie autonomer draht- und batterieloser Energiegeneratoren.[1] Neben dem Firmenhauptsitz auf Schloss Eybesfeld bei Lebring nahe Graz war die SensorDynamics mit eigenen Niederlassungen in Italien und Deutschland sowie einem weltweiten Vertriebsnetz vertreten. Das Unternehmen beschäftigte im Juli 2011 rund 130 Mitarbeiter. Es wurde 2011 von Maxim Integrated, einem Halbleiterunternehmen aus San Jose, Kalifornien um 164 Millionen Dollar gekauft.

Firmengeschichte

Die SensorDynamics AG wurde 2003 von Herbert Gartner[2], Hubertus Christ, Jürgen Tittel und Volker Kempe gegründet und von Risikokapitalgebern mittels vier Eigenkapitalrunden in den Jahren 2004, 2007, 2009 und 2011 finanziert.[3][4] In 2005 wählte Tornado Insider SensorDynamics zu einem europäischen Top-100-Hightechunternehmen.[5] Das Unternehmen kooperierte stark mit der Fraunhofer-Gesellschaft, speziell mit dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe.[6] Im Oktober 2007 startete SensorDynamics eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Halbleiterspezialisten Kionix.[7][8] Im August 2008 verkündeten EnOcean und SensorDynamics die weltweit erste Produkteinführung eines Mikro-Energiegewinnungs-System-on-a-Chip.[9] Im März 2009 kündigte SensorDynamics die ersten Mikrosystem-Drehratensensoren (Gyros) für die Automatisierungs- und High-End-Konsumgüterindustrie an. 2009 wählte Chipworks ein Produkte der SensorDynamics zum innovativsten Produkt des Jahres.[10] Im Dezember 2010 berichtete SensorDynamics von dem weltweit ersten vollständig charakterisierten und spezifizierten Inertialsensor mit sechs Freiheitsgraden (6×6×1,2-mm-6DoF).[11] Im Juli 2011 wurde die Firma von Maxim Integrated Products für 164 Millionen US-Dollar übernommen.[12]

Gründer

  • Herbert Gartner (Gründer, CEO 04/2003 – 09/2003, CFO 09/2003 – 03/2012)[2]
  • Hubertus Christ (Gründer, CEO 09/2003 – 03/2012)
  • Volker Kempe (Gründer)
  • Jürgen Tittel (Gründer)

Qualität

SensorDynamics erfüllte wichtige Qualitätsstandards wie z.B. ISO/TS 16949, ISO 14001, IEC 61508, ISO 26262, AEC Q100.

Schlüsselinvestoren

Einzelnachweise

  1. SensorDynamics, Wirtschaftsblatt. Archiviert vom Original am 14. Dezember 2013. 
  2. 1 2 Serial Entrepreneur Herbert Gartner, DiePresse. Abgerufen am June 2015. 
  3. Grazer SensorDynamics erhält von Konsortium 20 Millionen Euro, Boerse-Express. 
  4. SensorDynamics schließt Finanzierungsrunde über 25 Millionen Euro, Pressetext. 
  5. Tornado100 Awards, Tornado Insider. 
  6. SensorDynamics und Fraunhofer schließen einen zukunftsweisenden, langfristigen Patentvertrag ab, Fraunhofer. 
  7. SensorDynamics and Kionix Partner, DEWB. 
  8. Mikromechanische Sensoren für Handys, Spielkonsolen, Navigationsgeräte, Camcorder, Pressetext. 
  9. EnOcean and SensorDynamics announce Energy Harvesting Single Chip RF Transceiver, Pressetext. 
  10. SensorDynamics Combisensor Named Product of the Year, Sensors Magazine. 
  11. SensorDynamics: New 6-Axis Inertial Measurement Unit (6DoF IMU), Business Wire. 
  12. Super für Grazer SensorDynamics: Maxim zahlt 164 Millionen Dollar, Wirtschaftsblatt. Archiviert vom Original am 22. Oktober 2014. 

Zusätzliche Referenzen