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vom 13.09.2016, aktuelle Version,

Siegfried Gutenbrunner

Siegfried Gutenbrunner (* 26. Mai 1906 in Wien; † 23. November 1984 in Freiburg im Breisgau) war ein österreichisch-deutscher germanistischer und skandinavistischer Mediävist.

Gutenbrunner studierte an der Universität Wien Germanistik, wo er 1931 promoviert wurde und nach der Habilitation 1936 als Privatdozent und ab 1939 als Dozent lehrte. Seit 1933/34 engagierte er sich "illegal" im Nationalsozialistischen Studentenbund und seit 1938 im Nationalsozialistischen Lehrerbund.[1] Ab 1943 war er außerordentlicher Professor für Germanenkunde und Skandinavistik an der nationalsozialistischen Elite-Einrichtung Reichsuniversität Straßburg.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges vertrat er einen Lehrstuhl an der Universität Kiel und wurde 1950 zunächst außerordentlicher, 1955 ordentlicher Professor für Germanische und Nordische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort begründete er 1963 ein Seminar für Skandinavistik. 1975 wurde er emeritiert.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Irene Ranzmaier: Germanistik - Kontinuitätsstiftende Ansätze der Wissenschaft. In: Mitchell G. Ash, Wolfram Niess, Ramon Pils (Hrsg.): Geisteswissenschaften im Nationalsozialismus: das Beispiel der Universität Wien. V&R unipress. Göttingen 2010, ISBN 3-89029-967-9, S. 427–453, hier S. 436.