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vom 05.11.2017, aktuelle Version,

Sonnschienhütte

Sonnschienhütte
ÖAV-Schutzhütte Kategorie I
Südostansicht der Sonnschienhütte mit dem 2123 m hohen Ebenstein im Hintergrund
Südostansicht der Sonnschienhütte mit dem 2123 m hohen Ebenstein im Hintergrund
Lage westlich des Hochschwabs; Steiermark; Talort: Tragöß
Gebirgsgruppe Hochschwabgruppe
Geographische Lage: 47° 35′ 11″ N, 15° 2′ 20″ O
Höhenlage 1526 m ü. A.
Sonnschienhütte (Steiermark)
Sonnschienhütte
Erbaut 1910er Jahre
Bautyp Schutzhütte
Übliche Öffnungszeiten durchgehend mit einmonatiger Jagdsperre im Herbst
Beherbergung 13 Betten, 50 Lager
Winterraum 1 Lager
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Sonnschienhütte ist eine Schutzhütte der Sektion Voisthaler des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) und befindet sich am westlichen Ausläufer des Hochschwabs auf 1526 m ü. A.

Lage

Errichtet wurde die Schutzhütte auf der Sonnschienalm, rund zwei Kilometer südsüdöstlich des Ebensteins und am Nord-Süd-Weitwanderweg 05 sowie am Nordalpenweg 01.[1] Der südliche Talort ist Tragöß und der nördliche Wildalpen. Erreichbar ist sie unter anderem über den Parkplatz beim Grünen See.[2]

Geschichte

Die Voisthaler (Voitsthaler), eine Wiener Tischgesellschaft des ÖTK und benannt nach einem Tal im Schneeberggebiet (Voisthal), hatten bereits im Jahr 1903 den Bau eines Schutzhauses auf der Sonnschienalm ins Auge gefasst. 1912 wurde mit Reichsritter Alexander von Leuzendorf ein Pachtvertrag abgeschlossen und man begann mit dem Bau der Schutzhütte, die 1914 fertiggestellt war. Wegen des Ersten Weltkriegs erfolgte die Einweihung jedoch erst 1920. In der Zwischenkriegszeit erweiterte man die Schutzhütte und 1957 wurde sie elektrifiziert. 1978 erfolgte eine weitere Vergrößerung bzw. fand ein Zubau statt, der 1981 im Spätherbst abgeschlossen wurde.[3]

Weil das Gebiet im Einzugsgebiet der II. Wiener Hochquellenwasserleitung liegt und es keine adäquate Abwasserentsorgung gab, wurde 1984 die Schließung der Schutzhütte ins Auge gefasst. 1986 einigte man sich mit Unterstützung des Tragößer Bürgermeister zu einer Abwasserleitung ins Tal.[3]

Zustiege

  • Tragöß-Jassing (ein südseitiger Anstieg; Ausgangshöhe 884 m; 2:00 Std. Gehzeit):
Mit dem Auto über Grüner See bis zum Parkplatz Jassing und von dort zu Fuß großteils auf dem Forstweg Russenstraße bis zur Hütte.
  • Tragöß-Oberort (ein südseitiger Anstieg; Ausgangshöhe 780 m; 3:00 Std. Gehzeit):
Von Oberort über die Klammhöhe, Klammboden und Plotschboden bis zur Hütte.
  • Bodenbauer (ein ostseitiger Anstieg; Ausgangshöhe 884 m; 3:00 Std. Gehzeit):
Mit dem Auto von St. Ilgen bis zum Gehöft Bodenbauer. Anschließend zu Fuß zur Häuselalm (1526 m) und von dort über die Sackwiesenalm (oder den Plotschboden) zur Sonnschienhütte.
  • Eisenerz (ein südwestseitiger Zustieg; Ausgangshöhe 736 m; 5:30 Std. Gehzeit)
  • Wildalpen (ein nordseitiger Zustieg; Ausgangshöhe 607 m; 4:00 Std. Gehzeit)

Übergang zu anderen Hütten

Infotafel bei der Sonnscheinhütte
  • Fleischer-Biwak (2153 m; 3:15 Std. Gehzeit), benannt nach Ferdinand Fleischer, der hier mit seinen Kameraden am 12. April 1903 aus dem Leben schied.[3]
  • Leobner Hütte (1582 m; 4:00 Std. Gehzeit)
  • Voisthaler Hütte (1654 m; 6:00 Std. Gehzeit)
  • Schiestlhaus (2153 m; 4:30 Std. Gehzeit)

Tourenmöglichkeiten

  • Ebenstein (nordnordwestlich; 2123 m; 2:50 Std. Gehzeit)
  • Brandstein (westnordwestlich; 2003 m; 3:00 Std. Gehzeit)
  • Schaufelwand (nordwestlich; 2022 m; 2:30 Std. Gehzeit)
  • Großer Griesstein (nördlich; 2023 m; 4:00 Std. Gehzeit)

Einzelnachweise

  1. Steiermark.com: Sonnschienhütte – 1.526 m; abgerufen am 17. Nov. 2014
  2. Bergauf Nr. 02/214, Seite 90f
  3. 1 2 3 Bericht über die 100-jährige Bestandsfeier der Sonnschienhütte im Vereinsblatt Voisthaler Nachrichten, Oktober 2014