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vom 20.01.2018, aktuelle Version,

Sophia von Griechenland

Königin Sophia von Spanien (2003)

Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (* 2. November 1938 in Athen, Griechenland), voller Name: Sophia Margarita Victoria Friederika von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und Hannover, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg, Prinzessin von Griechenland und Dänemark, spanisch Sofía de Grecia, ist seit dem 22. November 1975 Königin von Spanien. Diesen Titel behielt sie auch nach der Abdankung ihres Mannes König Juan Carlos I. am 18. Juni 2014.

Leben

Kindheit und Ausbildung

Sie ist das erste Kind des Königspaares Paul I. von Griechenland und Friederike von Hannover und ist damit väterlicherseits eine Urenkelin von Kaiser Friedrich III. sowie mütterlicherseits eine Urenkelin von Friedrichs Sohn Kaiser Wilhelm II. Wie ihr Ehemann ist sie zudem Ururenkel von Königin Victoria. Sophia selbst entstammt dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Linie des Hauses Oldenburg, und spricht fließend Deutsch.

Die heutige Königin verbrachte Teile ihrer Kindheit in Alexandria in Ägypten und in Südafrika, weil ihre Familie während des Zweiten Weltkriegs vor der deutschen Besetzung Griechenlands fliehen musste. Sie kehrte 1946 in ihre Heimat zurück und schloss ihre vierjährige Ausbildung im deutschen Internat Salem ab. Danach studierte sie unter anderem Musik und Archäologie an der Universität Athen.

Spanische Königsfamilie

S.M. el Rey Don Felipe VI.
S.M. la Reina Doña Letizia


S.M. el Rey Don Juan Carlos
S.M. la Reina Doña Sophia

Ehe und Familie

Am 14. Mai 1962 heiratete sie in der Kathedrale St. Dionysius Areopagita in Athen den spanischen Thronfolger Juan Carlos de Borbón y Borbón in einer arrangierten Eheschließung und gebar in den folgenden Jahren drei Kinder: Elena, Herzogin von Lugo, am 20. Dezember 1963, die Infantin Cristina am 13. Juni 1965 und Felipe VI., König von Spanien, am 30. Januar 1968. Sie hat acht Enkelkinder. Ihr Bruder Konstantin war von 1964 bis 1974 König von Griechenland.

Aufgaben und Interessen

Neben ihren offiziellen Pflichten widmet sie sich sozialen Angelegenheiten. Sie ist unter anderem Präsidentin der nach ihr benannten Stiftung Fundación Reina Sofia. Nach ihr ist das Museo Reina Sofía, das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Madrid, benannt. Zudem nimmt sie an verschiedenen Projekten zur Entwicklung der Frau in ländlichen Gebieten und zur Unterstützung von Kleinstunternehmen durch Kredite teil.

An den Olympischen Spielen 1960 in Rom nahm sie als Ersatzfrau der Segelmannschaft teil.

Im Februar 2014 veröffentlichte der König, dass er für seine Familienmitglieder erstmals feste Jahresgehälter festgelegt habe. Sofia erhält nun einen Jahresbetrag von 63.000 Euro brutto, plus 53.000 Euro für Repräsentationskosten. Bis dahin hatte er die Zuwendungen nicht im Detail publik gemacht und je nach Anzahl der öffentlichen Auftritte veranschlagt. Begründung für die Neuregelung: das neue System sei transparenter. Selbst erhält er nach dem Königshaus-Budget, wie im Vorjahr, insgesamt 293.000 Euro – Sohn Felipe 146.000 Euro. Das Gesamtbudget der Königsfamilie beträgt 2014 mit 7,8 Millionen Euro zwei Prozent weniger als im Vorjahr, ohne dass Kosten für Dienstreisen, -fahrzeuge, Sicherheitsmaßnahmen und Gebäude-Instandhaltungen enthalten sind.[1] Damit wolle er vor dem Inkrafttreten eines neuen Politiker-Transparenzgesetzes Beispiel geben.[2]

Hoheitszeichen

Titel

  • Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Sofía von Griechenland und Dänemark (1938–1962)
( spanisch: Su Alteza Real la Princesa Sofía de Grecia y Dinamarca)
  • Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Sofía von Spanien (1962–1969)
(spanisch: Su Alteza Real la Princesa Doña Sofía de España)
  • Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin von Spanien (1969–1975)
(spanisch: Su Alteza Real la Princesa de España)
  • Ihre Majestät die Königin von Spanien (1975–2014)
(spanisch: Su Majestad la Reina de España)

Orden und Ehrenzeichen

Elefanten-Orden
Jahr Staat Orden/Ehrenzeichen Klasse
1962 Spanien  Spanien Königlicher Marien-Louisen-Orden Lady
N/A Spanien  Spanien Orden Karls III. Großkreuz
N/A Mexiko  Mexiko Orden vom Aztekischen Adler Collane
N/A Guatemala  Guatemala Orden vom Quetzal Großkreuz
N/A Agypten  Ägypten Kemal-Damenorden
N/A Thailand  Thailand Orden von Chula Chom Klao Großkreuz 1. Klasse
N/A Thailand  Thailand Der höchst erhabene Orden des Königlichen Hauses von Chakri Lady
N/A Niederlande  Niederlande Orden vom Niederländischen Löwen Großkreuz
1978 Osterreich  Österreich Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich Groß-Stern[3]
1980 Danemark  Dänemark Elefanten-Orden
1982 Norwegen  Norwegen Königlich Norwegischer Orden des heiligen Olav Großkreuz
1980 Schweden  Schweden Königlicher Seraphinenorden
1980 Luxemburg  Luxemburg Nassauische Hausorden vom Goldenen Löwen [4]
N/A Argentinien  Argentinien Orden des Befreiers San Martin Großkreuz
N/A Belgien  Belgien Leopoldsorden Großkreuz
N/A Brasilien  Brasilien Orden vom Kreuz des Südens Großkreuz
N/A Frankreich  Frankreich Légion d'honneur Großkreuz
1978 Finnland  Finnland Finnischer Orden der Weißen Rose Collane
N/A Deutschland  Deutschland Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland Sonderstufe des Großkreuzes
N/A Erste Hellenische Republik  Griechenland Orden der Heiligen Olga und der Heiligen Sophia Großkreuz
1985 Island  Island Falkenorden Großkreuz
1996 Italien  Italien Verdienstorden der Italienischen Republik Großkreuz
2007 Slowakei  Slowakei Orden des Weißen Doppelkreuzes 1. Klasse
2004 Lettland  Lettland Drei-Sterne-Orden Collane
2005 Litauen  Litauen Vytautas-Magnus-Orden Großkreuz
N/A Griechenland  Griechenland Erlöser-Orden Großkreuz
N/A Japan  Japan Orden der Edlen Krone 1. Klasse
2001 Polen  Polen Orden des Weißen Adlers
2003 Rumänien  Rumänien Stern von Rumänien Großkreuz
1996 Portugal  Portugal Orden des heiligen Jakob vom Schwert Großkreuz
1978 Portugal  Portugal Christusorden Großkreuz
1988 Portugal  Portugal Orden des Infanten Dom Henrique Großkreuz
1994 Ungarn  Ungarn Verdienstorden der Republik Ungarn Großkreuz
2007 Estland  Estland Orden des Marienland-Kreuzes I. Klasse
2009 Jamaika  Jamaika Order of Jamaica
2009 Malta  Malta Ix-Xirka Ġieħ ir-Repubblika
1999 Sudafrika  Südafrika Orden der Guten Hoffnung Großkreuz
N/A Vatikanstadt  Vatikanstadt Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem Kollardame

Königin Sofia ist zudem Ehrendoktorin verschiedener Universitäten und Ehrenmitglied im Club of Rome.

  Commons: Queen Sofía of Spain  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Frankfurter Rundschau: Königin Sofía und Letizia bekommen feste Gehälter
  2. FAZ 4. Februar 2014 S. 7: Juan Carlos zahlt Sofia jetzt ein festes Gehalt
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)
  4. Jean Schoos: Die Orden und Ehrenzeichen des Großherzogtums Luxemburg und des ehemaligen Herzogtums Nassau in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag der Sankt-Paulus Druckerei AG. Luxemburg 1990. ISBN 2-87963-048-7. S. 344.
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Victoria Eugénie von Battenberg Königin von Spanien
1975–2014
Letizia Ortiz