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vom 29.12.2016, aktuelle Version,

St. Oswald (Bozen)

Die St.-Oswald-Kirche im Jahr 1912 vor der Zerstörung (Lithographie von Richard Wolff)

St. Oswald war eine Kirche am Oswaldweg in Bozen (Stadtteil Zwölfmalgreien), die dem hl. Oswald von Northumbria geweiht war. Die spätromanische Ostturmkirche wurde 1288 zum ersten Mal erwähnt (sanctus Oswaldus)[1], nach Beschädigungen durch Bergstürze 1323 und 1405 neu geweiht und 1412 als sant Oswalt pey Poczen bezeichnet[2]. Bei der Bombardierung Bozens im Zweiten Weltkrieg wurde sie am 2. Dezember 1943 durch eine amerikanische Fliegerbombe vernichtet. Erhalten sind nur noch die Grundmauern. Seit 1951 stehen diese unter Denkmalschutz.[3][4]

Bozens Oswaldpromenade trägt ihren Namen nach der Kirche; ihr stadtseitiger Zubringer nimmt annähernd vom ehemaligen Kirchplatz seinen Ausgang.

  Commons: St. Oswald  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts

Einzelnachweise

  1. Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500. Bd. 1, Bozen: Stadtgemeinde Bozen 2005, ISBN 88-9018700X, S. 109 Nr. 73.
  2. Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500, Bd. 2, Bozen: Stadtgemeinde Bozen 2008, ISBN 978-88-90187018, S. 48 Nr. 930.
  3. Josef Weingartner: Die Kunstdenkmäler Südtirols. Band 2, 7. Auflage, Athesia/Tyrolia, Bozen/Innsbruck 1991, S. 54.
  4. Bruno Mahlknecht: Bomben auf Bozen. In: Südtiroler Hauskalender 2014, S. 109.