unbekannter Gast
vom 05.11.2016, aktuelle Version,

Staatsschuldenquote in Österreich

Die Staatsschuldenquote Österreichs gibt das Verhältnis zwischen den österreichischen Staatsschulden einerseits und dem österreichischen nominalem Bruttoinlandsprodukt andererseits an.

Entwicklung in den letzten Jahren

Die Staatsschuldenquote Österreichs stieg aufgrund der Finanzkrise zwischen 2008 und 2013 an. Entsprach die Staatsverschuldung von 180,5 Mrd. Euro Ende 2008 einer Staatsschuldenquote von 63,8 %, so erreichte die Staatsschuldenquote Ende 2013 angesichts eines Schuldenstandes von dann inzwischen 233,3 Mrd. Euro einen Wert von 74,5 %.[1] Wegen der Krise um den Bankkonzern Hypo Alpe Adria sowie einer statistischen Neuberechnung des Bruttoinlandsproduktes stieg die Staatsschuldenquote Österreichs bis Ende 2014 auf deutlich über 80 % an.[2]

Zum Ende des 1. Quartals 2016 lag die österreichische Staatsschuldenquote gemäß Eurostat bereits bei 86,9 % bei einem auf 295,5 Mrd. Euro gestiegenen Schuldenstand.[3] Damit liegt sie unterhalb der durchschnittlichen Quoten für die Eurozone (91,7 %), aber leicht oberhalb der für die Europäische Union (84,8 %, jeweils zum 31. März 2016).[3]

Prognostizierte Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass die Staatsschuldenquote Österreichs bis Ende 2019 bei einem Schuldenstand von dann 271,3 Mrd. Euro auf 71,8 % zurückgeht. Damit würde Österreich das Maastricht-Kriterium von höchstens 60 % weiterhin verfehlen.

Graphische Darstellung

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook Database, Oktober 2014, General government gross debt (National currency, Percent of GDP)
  2. Wirtschaftsblatt: Österreichs Schuldenquote nach Statistik-Umstellung nun über 80 Prozent (Memento vom 4. Oktober 2014 im Internet Archive) 30. September 2014, abgerufen am 5. März 2015.
  3. 1 2 Eurostat: Öffentlicher Schuldenstand im Euroraum auf 91,7 % des BIP gestiegen Pressemitteilung vom 22. Juli 2016, abgerufen am 24. Juli 2016.